Volltext : Professor Dr. G. Jägers Monatsblatt : Zeitschrift für Gesundheitspflege u. Lebenslehre (Jg. 1891, Bd. 10, H. 1/12)

rof. Ir. G. Iugers Monatsbls.
Zeitschrift
für Gesundheitspflege und Lebenslehre.
Zehnter Jahrgäug-"
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40 Pfennig. = Inserate: die durchlaufende Petitzle"bder zderen-Raum 2 ennig. = Be»
stellungen nehmen entgegen: sämtliche Buchhandlung „Jernex als Postamt in Deutschland,
Desterreih und der Schweiz, fowie die Berlagshandkunp von BD. Koßshammerfin Stuttgart
Stutffgarf. N 5. Jätz 1891.
Inhalt: Gifi und Arznei. =- Tuberkulose. und Jsopathie. =- Eine Zurechtweisung;
 =- Wollkleidung in Wind und Wetter. =- Ein Urteil des Reichsgerichts
<- Eingelaifene Schriften. =- Wärnungstafel: == Beilage: Zustimmungsadress:
aus Berlin. =- Opfer des Kochschen Verfahrens. -- Kleinere Mitteilungen: Prof.
Koc<s Verfahren. = Briefkasten. =- Anzeigen.
Gift und Arznei.
Der Streit um das Ko s<e Heilverfahren hat unter anderem
auc<h das ans Tageslicht gebracht, daß eine arge Begriffsverwirrung
auf dem durch obige zwei Worte gekennzeichneten Gebiet besteht, denn
es traten hier folgende Parteien auf:
4. Ko: , und Genossen bestreiten nicht, daß das Tuberkulin*) ein
Gift sei, ab.x behaupten steif und fest, es habe Heilwirkung.
2. T.e Gegner sagen, wie kann man mit Gift heilen! Koh
und Genossen sind Mörder und Giftmischer.
3. Eine dritte Gruppe verurteilt zwar Ko<s Verfahren, erklärt
das Tuberkulin ebenfalls für Gift, behauptet aber: nary «geeigneter
Zubereitun ("ost debitam praeparationem) ist das Tuberkulin eine
wirksame Arznei und man kann wirkli damit heilen. |
*,«t tut eine Aufklärung dringend not, aber sie ist eine sehr
unda. are Sache, denn die Leidenschaften sind einmal entfacht und in
dem v.qwrei der Streithähne der verschiedenen Parteien ist es der
Vernunft sehr schwer gemacht, sich Gehör zu schaffen. I< will im
folgenden diesen Versuch machen. '
Der eine Grund der Verwirrung liegt darin, daß ein und derselbe
 Stoff je nach seiner Menge giftig oder arzneilich wirken
*) I< möchte bei dieser Gelegenheit feststellen, daß ich der erste wär, der für
das Ko<s<e Mittel das Wort „Tuberkulin“ gebrauchte (vgl. die Außerordentl.
Beilage zum Monatsbl. 1890 Nr. 12), das Wort also, das fet einiger Zeit auch
auf den "von Dr. Ltbber 6 besoraten Sendungen des genannten Mittal zu lesen ist,
            
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