Volltext : Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

Ettenkirch.

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nanıhafte Ausdehnung Haben die Streumiefen; die Hohen Binfen derjelben
 werden fogar induftriell vermertet, indem Hohrmatten aller Art
daraus Hergeftellt werden. Rindvieh- und Schhweinezucht find nicht von
Belang. Neben der LandwirtjhHaft gemähren die Waldungen, die Geminnung
 von Erde und Sand an der Schuffenmündung, eine KRohrmattenweberei
 mit Benzinmotorbetrieb, fomie die Fijdherei in der Schuffen
manchen Einwohnern wilionımenen Verdienjt. In einzelnen Altwafjfern
der Schuffen merden GHechte, Karpfen, Brachfen, biamweilen auch große
Welje (Weller) erbeutet. Während der Kir]dHen- und BYBeerenernte findet
in €. täglich ein Markt für den Wblaß diefer Früchte ftatt. Wohljtand
und Wert der Grundjtücke find in den legten Jahren geftiegen. Zum
Semeindewald val. S. 301.

5. Cttenkirch.

. Der Pfarriveiler €. 8,5 km nordweftlid von Tettnang, 4645 u
über 3.N. Gemeinde II. Klafie mit 6 Genmeinderäten, 1136 Einw
(1109 fath., 27 ev.). Telegraphenhilfitelle, Markuna 2097 ha, 181 Wohn:
Auer.

. Der fehr ausgedehnte Gemeindebezirk mit einer Menge von Weilern,
int ganzen 28 Silialien in vier Pfarreien (E., BrodhHenzell, Kehlen und
Taldorf, S. 396, 398, 402) verteilt, fteigt von der Schuffenniederung
die im Diten die Grenze bildet, mit Hiütgeligem Gelände bi zunı Achtal
und den Musläufern des GehrenbergS an, im Norden an die babifche
Enflave AWdelsreute und das Oberanıt RKavenSburg grenzend. Der Pfarrort
 €, jelber ift nit bedeutend und erft feit 1715 Pfarrei, vorher zu
Ailingen gehörig. Die Pfarrkirche St. Peter und Paul fteht im Fried:
5of und Hat mannigfade Veränderungen erfahren. ” Sie jtammt vielleicht
auS der Zeit nad) dem 3Ujährigen Krieg, murde in neuerer Beit nach
Weften verlängert, der Turm 1884 erhöht, erhielt ein adhtleitige8 Zeltdad).
 Das Ynnere ift ganz erneuert, zienlid bunt bemalt (Dedengemülde
bon Siebenro), neutomanifhe Altäre, eine fchöne BPieta. . Die Kircdhengeräte
 find zunı Teil new (ihöne8 Prozefftonsfreuz in der Art der Alten
grabiert), zum Teil au8 dem 18, Jahrhundert, Die Glocken, vier, jind
Don Blerfch in Überlingen 1884 gegoffen. Sonit findet fi nicht? Be:
nerfenswertes. Pfarrhaus und Schulhaus find wenige Schritte von der
Rirche entfernt.

Die Gemeinde umfaht die alte Herridhaft Brodhenzell fanıt Teilen
0er bite, Pfarrmeiler, 46 E. (7% an Ad en
SE ee Sr ee umd° 692). Hilialkirhe 1353
EN 90 " Sa "873 OaboneSwilare, 879 a
vilare, 1274 AÄohenwiler, 1385 Sappenmiler und Appenmiler), Hier

1) Wirt, Urt. 7, 838; St, Qöwental 8; St, Ludwigsburg, Löwental
Mit einer Ordnung der Pfarrei).
Dberamt Tettnang.
            
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