Volltext: Symmetrie und Gleichgewicht

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Äußerungen über die Symmetriefrage. 
manche Anregung zu erhoffen; nicht etwa, als ob da* 
durch die angeblichen Gefet>e des Wohlgefallens und 
des Schaffens um wohlzugefallen gefunden werden 
follten; aber in dem Sinne, daß man neuerlich erkenne, 
für welche Kunftarten und welche Fälle Symmetrie oder 
Gleichgewicht vernünftiger Weife paßt und für welche fie 
vom Übel wäre. Man wird viele Uebergänge beobachten 
können. Der mitformende Einfluß des Materials, des 
Werkzeugs, der bindenden Zweckmäßigkeit, auch der 
Einfluß einer bis zu einem gewiffen Grade »freien« Er* 
findung dürfte fleh bei Gelegenheit einer folchen Aus* 
ftellung von neuem überblicken und in lehrreicher Weife 
vorführen laffen. 
Diefes Unternehmen zur Förderung aefthetifcher 
Erkenntnis von Symmetrie und Gleichgewicht fei alfo 
mit Wärme begrüßt. 
Wien. Dr. Theodor von Frimmel. 
Seit dem Wiedererwachen künftlerifchen Sinnes 
und Geiftes crfcheint das kunftgewerbliche Schaffen in 
drei Richtungen geteilt. Die einen fuchen in ftrenger 
Nachahmung die Stile der Vergangenheit neu zu be* 
leben, die andern verarbeiten die Motive, die ihnen 
von früheren Gefchlechtern überliefert find und trachten 
fie mit den Forderungen der Gegenwart zu verföhnen, 
die dritten wollen, frei und fchrankenlos, den neuen, 
unabhängigen Stil erzeugen. Für die beiden erften 
Gruppen ift die Frage von Symmetrie und Gleichgewicht 
durch Beifpiele gclöft. Die ftrengen Gefetje des claffifchen 
Formenfchafjes verlangen die genaue Gleichheit beider 
Seiten und geftatten nur jene Abweichungen, die man 
unter dem Namen »pendants« zuließ. Die Konvention 
erlaubte z. B. bei Trägern auf der einen Seite eine 
männliche, auf der andern eine weibliche Geftalt. Aber 
die Gehalten mußten im Gleichgewicht fein, in dem fie 
in gleicher Größe demfelben Zweck auf dicfelbe Art nach*
	            		
XIX — Oppelia euglypia, Aspidoceras sp., aus der Lithographica-Stufe, Riedlingen; Gravesia cf. gigas, Weißjura &, Barackenlager Münsingen von Herrn Oberlehrer Rauser, Riedlingen. Virgatosphinctes cf. fruticans, Plattenkalk, Böhmenkirch; cf. Gravesia sp. Weißjura &, Sontheim (Hohberg) von Herrn Chr. Allmendinger, Göppingen (Tausch.) Opp. Wepferi, Amm. planulatus siliceus von Sontheim (Hohberg); Amm, planulatus siliceus, Ochetoceras Zio, Plattenkalk, Brenz von Herrn Oberlehrer Wagner, Brenz. Sammlung D. Geyer, vorwiegend württ. Jura von Herrn Dr. h. c. D. Geyer, Stuttgart. Tertiär. Materialien zur Flora des Randecker Maars von Herrn Dr. Bernhard Hauff, Holzmaden. Belegmaterial zur Fossilliste der Meeresmolasse von Öllingen (Begleitworte Bl. Heidenheim, II. Aufl. 1924) von Herrn Forstmeister Holland, Heimerdingen. Helix subtilisticta SANDB. (Orig. Sandberger), Helix suevica SANDB. (Orig.), Helix leptoloma var. subapicalis SANDB. (Orig.) Süßwasserkalk vom Berg bei Ehingen und Donaurieden. Die Originale C. Mayers zu Oncophora Partschi MAY., Siligua suevica MAYy., Cardium Kraussi May., Cardium reconditum MAY. Brackische Molasse, Hüttisheim. Die Originale C. Mayers zu Pecten Probsti MAy., Pecten Schilli MAy., Cardıta Probsti MAY. Meeresmolasse, Sießen und Baltringen. Die Originale zu van Beneden, Les Thalassotheriens de Baltringen (Bull. Acad. royale de Belgique XLI, 1876, Fig. 1, 2, 3, 6, 7, 9, 13, 14), Squalodon Meyeri, ZAHN (Orig. Brandt, Foss. Cetac. Erg. Taf, IV, Fig. 20) Dinotherium bavaricum Heggbach (Orig. Schlosser 1904) — Geweih von Dieroceros sp., Heggbach (Orig. Rütimeyer Geschichte der Hirsche I, Taf. II. 7) — die übrigen von Rütimeyer aus der Probst’schen Sammlung abgebildeten Geweihe von Heggbach und Baltringen wurden schon im Jahre 1895 der Landessammlung in Stuttgart übergeben. Mastodon angustidens von Heggbach und Baltringen (die restlichen Originale zu H. v. Meyer, Paläontogr. 17 — die hauptsächlichsten Stücke wurden von Dr. Probst dem Naturalienkabinett 1897 und 1898 übergeben) aus der Probst’ schen Sammlung der Stadt Biberach. Spinne auf Böttinger Marmor (Orig. Berckhemer, Zeitschr. f. Vulkanologie, Jahrg. 1923, Taf. 33, Fig. 5) von der Firma Rupp u. Möller, Marmorwerke, Karlsruhe. Das Belegmaterial zur geol. Spezialaufnahme des Steinheimer Beckens (vgl. Begleitworte Bl. Heidenheim, II. Aufl. 1924) von den Herren Forstmeister Gottschick und Landesgeologe Dr. Kranz.
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