112
Äußerungen über die Symmetriefrage.
manche Anregung zu erhoffen; nicht etwa, als ob da*
durch die angeblichen Gefet>e des Wohlgefallens und
des Schaffens um wohlzugefallen gefunden werden
follten; aber in dem Sinne, daß man neuerlich erkenne,
für welche Kunftarten und welche Fälle Symmetrie oder
Gleichgewicht vernünftiger Weife paßt und für welche fie
vom Übel wäre. Man wird viele Uebergänge beobachten
können. Der mitformende Einfluß des Materials, des
Werkzeugs, der bindenden Zweckmäßigkeit, auch der
Einfluß einer bis zu einem gewiffen Grade »freien« Er*
findung dürfte fleh bei Gelegenheit einer folchen Aus*
ftellung von neuem überblicken und in lehrreicher Weife
vorführen laffen.
Diefes Unternehmen zur Förderung aefthetifcher
Erkenntnis von Symmetrie und Gleichgewicht fei alfo
mit Wärme begrüßt.
Wien. Dr. Theodor von Frimmel.
Seit dem Wiedererwachen künftlerifchen Sinnes
und Geiftes crfcheint das kunftgewerbliche Schaffen in
drei Richtungen geteilt. Die einen fuchen in ftrenger
Nachahmung die Stile der Vergangenheit neu zu be*
leben, die andern verarbeiten die Motive, die ihnen
von früheren Gefchlechtern überliefert find und trachten
fie mit den Forderungen der Gegenwart zu verföhnen,
die dritten wollen, frei und fchrankenlos, den neuen,
unabhängigen Stil erzeugen. Für die beiden erften
Gruppen ift die Frage von Symmetrie und Gleichgewicht
durch Beifpiele gclöft. Die ftrengen Gefetje des claffifchen
Formenfchafjes verlangen die genaue Gleichheit beider
Seiten und geftatten nur jene Abweichungen, die man
unter dem Namen »pendants« zuließ. Die Konvention
erlaubte z. B. bei Trägern auf der einen Seite eine
männliche, auf der andern eine weibliche Geftalt. Aber
die Gehalten mußten im Gleichgewicht fein, in dem fie
in gleicher Größe demfelben Zweck auf dicfelbe Art nach*
XIX —
Oppelia euglypia, Aspidoceras sp., aus der Lithographica-Stufe, Riedlingen;
Gravesia cf. gigas, Weißjura &, Barackenlager Münsingen
von Herrn Oberlehrer Rauser, Riedlingen.
Virgatosphinctes cf. fruticans, Plattenkalk, Böhmenkirch; cf. Gravesia sp.
Weißjura &, Sontheim (Hohberg)
von Herrn Chr. Allmendinger, Göppingen (Tausch.)
Opp. Wepferi, Amm. planulatus siliceus von Sontheim (Hohberg); Amm,
planulatus siliceus, Ochetoceras Zio, Plattenkalk, Brenz
von Herrn Oberlehrer Wagner, Brenz.
Sammlung D. Geyer, vorwiegend württ. Jura
von Herrn Dr. h. c. D. Geyer, Stuttgart.
Tertiär.
Materialien zur Flora des Randecker Maars
von Herrn Dr. Bernhard Hauff, Holzmaden.
Belegmaterial zur Fossilliste der Meeresmolasse von Öllingen (Begleitworte
Bl. Heidenheim, II. Aufl. 1924)
von Herrn Forstmeister Holland, Heimerdingen.
Helix subtilisticta SANDB. (Orig. Sandberger), Helix suevica SANDB. (Orig.),
Helix leptoloma var. subapicalis SANDB. (Orig.)
Süßwasserkalk vom Berg bei Ehingen und Donaurieden.
Die Originale C. Mayers zu Oncophora Partschi MAY., Siligua suevica MAYy.,
Cardium Kraussi May., Cardium reconditum MAY.
Brackische Molasse, Hüttisheim.
Die Originale C. Mayers zu Pecten Probsti MAy., Pecten Schilli MAy., Cardıta
Probsti MAY.
Meeresmolasse, Sießen und Baltringen.
Die Originale zu van Beneden, Les Thalassotheriens de Baltringen (Bull.
Acad. royale de Belgique XLI, 1876, Fig. 1, 2, 3, 6, 7, 9, 13, 14),
Squalodon Meyeri, ZAHN (Orig. Brandt, Foss. Cetac. Erg. Taf, IV, Fig. 20)
Dinotherium bavaricum Heggbach (Orig. Schlosser 1904) — Geweih
von Dieroceros sp., Heggbach (Orig. Rütimeyer Geschichte der
Hirsche I, Taf. II. 7) — die übrigen von Rütimeyer aus der Probst’schen
Sammlung abgebildeten Geweihe von Heggbach und Baltringen
wurden schon im Jahre 1895 der Landessammlung in Stuttgart
übergeben.
Mastodon angustidens von Heggbach und Baltringen (die restlichen Originale
zu H. v. Meyer, Paläontogr. 17 — die hauptsächlichsten Stücke
wurden von Dr. Probst dem Naturalienkabinett 1897 und 1898
übergeben)
aus der Probst’ schen Sammlung der Stadt Biberach.
Spinne auf Böttinger Marmor (Orig. Berckhemer, Zeitschr. f. Vulkanologie,
Jahrg. 1923, Taf. 33, Fig. 5)
von der Firma Rupp u. Möller, Marmorwerke, Karlsruhe.
Das Belegmaterial zur geol. Spezialaufnahme des Steinheimer Beckens
(vgl. Begleitworte Bl. Heidenheim, II. Aufl. 1924)
von den Herren Forstmeister Gottschick und Landesgeologe
Dr. Kranz.