Full text: Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

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DrtSbefhreibung. 
Mit dem 1. Oft. 1913 ft Fr. au Garnijon geworden, eS Dbe- 
Herberagt draußen beint eHemaligen Qömentaler Klojter eine Luftichiffer- 
Compagnie. Ein jtädttidheS Arbeitsamt, das tar benüßt wird und I. 
1912 insgefamt 1317 Stellenbefegungen aufwies; bej]ißt die Gemeinde 
jhon feit dent 1. Oft, 1909. NIhur ijt (feit 1910) eine Wanderarbeits 
itätte angegliedert. 
Wasß die Gemeindefteuerverhältnitfe anlanat, io belief fi) der Er- 
trag fämtlider Gemeindejteuern i, NY. 1911 auf 188586 4; im Borjabr 
auf 155210 4 ıumd it. 8. 1909 auf 152105 A. Die Gemeindeumlane 
itieg von 8% in den Iahren 1909 und 1910 auf 9% %. I. 1911. 
Bezeichnend für den lebhafteren Verkehr in Liegenjhaften jt der Unftand, 
daß 3. B. t. Y. 1911 die Grumdftlicksumfaßgiteuer in Fr. nieht betragen 
Hat alz die Umnfabiteuer in allen Hbrigen 21 Gemeinden des Bezirt? 
Tettnang (13813 A gegen 13591 #4). Der Schuldenftand der Stadt- 
genteinde Fr. berednete ih anı 31. März 1912 auf 1494000 6 (gegen 
301835 AM t. S. 1899). 
Reid) und vielfeitig Hit daS Vereinsleben. E32 betätigt fidH fomwohl 
nad) der unterhaltenden und Kameradfchaftlidhen, al aud) nad) der 
bildenden, Holitiidhen und fportlihen Seite, Die größten Mitglieder 
zahlen Haben der kathol. Männerverein (ca. 360) und der Bürgervereiin 
(ca. 250). In Blüte {tehenm namentlich auch die turnerifhen 11d {port- 
fiden Beitrebungen. 
8. Hemigkofen. 
Da Dorf G., 9,1 km fühlihH von Tettnang, 413 m über N. I, 
Bufanmrengefeßte Gemeinde II. Klalje mit 6 Gemeinderüten, 1344 Einw. 
(1328 fath., 16 ev.). BahndHof O.-Nonnenbacdh); Poltagentur, Telegraph, 
Hernfprecher; Telegraphenhilfitellen in den Rarz. Bebnau und Gauttnau. 
Markung 946 ha. 246 WohHnhäufer. 
„Der Gemeindebezirk liegt an der füdlihen Grenze de8 Oberam1? 
und des Königreich und grenzt dort an den Bodenfjee und an das 
Königreid Bayern. Die von Friedrihshafen hHeraufziehende Ebene zieht 
jich Dier zuiammen und ijt Durch nicht unbeträchtlidhe Höhen begrenzt, 
deren Hänge mit Reben bewachfen find. Der Bezirk ijt einer der Frucht: 
bariten des Landes, reich an OYbit und Wein, er trägt ganz den Charakter 
Jüdliher Natırr und bietet Üüberdie8 die Herrlidhiten Ausiichten gegen Den 
See, die Schweizer und Tiroler Alpen und Vorarlberg dar.“ Alte 
OU.Yefchr. 1838, Die Gemeinde entjpridt annähernd dem einftigen 
Montforter Ant gleihen Namen (S. 235). Sie umfaht 18 Parzellen, 
die fäntlidg) nach SGattnau eingepfarrt find. Schulen finden ih in OH. 
(„Bezirt8jchule“, nıt Nonnenbach verbunden), SGattnau und Beßnau. 
Das Umt O©. Hat ji einjt dur ein Übermiegen de8 freien bäuerlichen 
Eigentums über den grundherrlichen Befig auZgezeihnet (S. 280); dies 
Hat zur Kehrfeite eine gewijfe Armut an gefhichtlihen Nachrichten, weil 
diefe umeijt aus der Grundherr{chaft hHerausgemachfen find. 
„1. Hemigkiofen, Dorf mit Marktgerechtigkeit (jeit 1836), mit 
Mittehnühle, Obernrühle und Gottmannsbühl 586 €. (572 kfath., 14 ev.). 
Das Dorf ‚üt von Nonnenbad) durdy den Bad getrennt und Hat, 
namentlid) in der KirfhHenzeit, reacn Verkehr. An hemerkenzwerten Baut-
	        

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