Full text: Beschreibung des Oberamts Tettnang (14)

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Ort2befhreibung. 
gelegt und verkauft. Bein: Fijhen diefe8 WeiherS Hatten die Beßnauer 
von alters Her eine Muzuhl Karpfen erhalten, um die fie jede&mal bitten 
mußten. 1610 wmeigerten fie id) aber zu bitten, da man ihnen die 
Karpfen fchuldig fet; darauf erhielten fie nichts. SErit 1612 Daten fie 
wieder darum und erhielten nun 60 Karpfen !). Ein Hof gehört (1790) 
zu Altshaufen. 
Die Familie von Berg (1359 UlriH und Eisbet, des Frik von 
8. Kinder) it in B. und Atlashofen begütert. Benz von B. Hat 1423 
fein eigene Siegel. 1429 Jigt Endres von B. auf einem Hof im Ort. 
Heinrih von SB. ft 1431 Kirchenpfleger zu Gattnau. E83 it mobl ein 
zurüdgefommener Ort3adel. 
Döllen, W., 23 €. Wohl bei der Vereinddung entjtanden. 
Sattnau, Pfarrzweiler, 159 E, EG. liegt in einem „Heinen Wein: 
beratälcdhen“, faft etma® abgelegen, aber {til und romanttja). Die Pfarts 
fire zum 51. Gallus, 1788 erbaut, murde 1902—04 von Cade? durch 
sinen Vorbau erweitert und umgebaut. Ym Innern maren Freskogemälde 
von Brugger, jebt it die Dede in große Felder abgeteilf, in weiden 
Gemälde von Siebenroct {ih Hefinden, während die Dekoration ven 
Schiller und Ojtermeier (NavensSburg) auZgeführt murde. Die Haljı 
ziltifjchen Altäre find fehr fein von Theodor Schnell (Ravensburg) gefaßt 
und erneuert. DaZ ganze Innere macht einen überauz freundlichen und 
feitliden Eindruck, Die Kirdhengeräte ftammen auß dem 18. Yahrhundert 
und neuerer Zeit. Cine ältere Muttergottesftatue ift vorhanden. Auf 
dem alten Satteldachturm, den nunmehr noch ein zierliHer Dachreiter 
mit Kuppeldächlein frönt, Hängen 4 Gloden; davon find zwei au8 dem 
Jahr 1514 mit InjHrift: Ave Maria... ., eine von 1620, gegoffen von 
Johann Bapt. Ernjt in Lindau und der InicHrift: Jesus Nazarenus, 
Rex. Judaeorum, titulus triumphalis, benedicat et defendat nos ab 
omnibus malis, Darunter in Flachrelief eine Kreuzaruppe, die 12 
WApoftel, St. Gallus und ein Bilhofswappen. Die 4. ft neu von Zoller 
in Biberach. AYuf der G©öhe 1ÜUdöjtlih der Kirche ftebt daS einfadhe 
KaplaneihausS, auf der nordöftlihen Seite daz ältere Pfarrhaus, vor der 
Kirche ein neueres Schulgebäude, 
In 6. (1412 Gattnow, Häufig Gattnang) erhält Sp. Lindau 1405 
mit der Burg Gießen von dem Wolfurt 3 Höfe und eine Mühle, die 
früßer „der von Wiler“ waren. 1418 Kauft das Sp, ein Gut. Streit 
mit Montfort über da NMiedergericht 1412 S. 251. 1790 werden alle 
Güter als eigen bezeihnet. Die Pfarret wird erft im 15. Yahrhundert 
genannt, er[dheint aber älter (S. 393, 397). 1481 Kauft die Gemeinde 
von Graf Wilhelm von Montfort einen Haberzehnten und einen Zins 
au8 der Widum zu G., „daß wir einen Vriejter auf die Kirche zu ®. 
defto beffer bemwidmen mögen“. Der Graf hatte dies wohl al8 Patronat8- 
Herr an jih gezogen. Über die Dürftigfkeit der Bfrunde flagt der Inhaber 
1788 *) — $aplanei S. 769. 
.. ‚©üttmannzberg, W., 3IE 1412 Gitmansperg. Bon 7 Gütern 
find 1790 6 Lehen von Altshaufen, eine8 eigen. 
1) Sp. Lindau X. 1,4 (Kopialbuch). 
2) Sp. Sindau 22, 1; St, Montfort 100. Val. Hafen, Gattnauer 
Chronit 1854.
	        

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