Oberdorf.
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Nah EriskirhH führt eine gedekte Brücke über die Schuffen, eine
er 1824 erbaut führt bei Giekenbrüde, der alten Zollitätte über
te Argen.
Die Gemeinde OD. ijft daS montfortijdhe Ant gleidgen Namen8, das
ganz in die Pfarrei Langenargen gehörte, bi im Yahr 1823 die Pfarrei
Martabrunn, 1827 die Pfarrei Öberdorf entftand, deren Umfang den
gleichnantigen Teilgemeinden entfpridht (S. 399).
1. Öberborf, Pfarrdorf, 313 €. In OD.) (769 Oberindoraf,
839 Qberindorf) erhält 769 Kl. St. Gallen von Scalcomann Befig und
839 10 Yauchert Uekerland im Taufdmweg von Patacho und Sigleret 2).
Im Yabr 1270 erwirbt das Stift St, Yohann in Konftanz ein Sut von
einem Ritter Konrad von Brenden, einem Minijterialen der Herzoge von
Schwaben; daZ Gut Hatte der Anıman Konrad zu OD. von Brenden zu
Lehen, Gemäß der ihın nod von dem Schwabenherzog Konradin er:
teilten Vollmacht vollzieht der Bifhof Eberhard von Konftanz die Übers
tragung an daß Stift, In DO. Iag wohl auch der Zehnte „in der Pfarrei
Argen“, den Konrad von OYberdorf al3 von Konrad von BYrenden, diefer
aber vom Kl. St. Gallen zu Lehen Hatte und deffen Verkauf an das
Stift St. Johann um 5 Mark Silber der AWbt von St. Gallen 1278
geneOmigte, indem er feinem Klojter einen jährlidhen Zin8 von einem
iertel Wach3 vorbehielt®). Der Befiß ging wohl mit Langenargen
(S. 792) an dag Hau8S Montfort, da3 1371 12 Höfe und 3 Gütlein
beißt, 1789 find e8 43 Herrfhaftlide Lehen und 3 eigene Güter, 260
Cinm. Ein Weiderecht int Weidach, int Laiumnauer Niedergericht, verkauft
die Gemeinde 1765 an Spital Lindau.
Schon feit Ende de8 18. Yahrhundert3 bemühte man fi in OD.
um LoStrennung von der Kirche in Sangenargen und erreichte e& fAOließ-
lich, Hauptfächlih dur das tatkräftige Vorgehen des Schultheiken Lanz,
dar durch Dekret vom 16. Yanıar 1827 die Kaplanei von Langenargen
hieher verlegt und eine Pfarrei errichtet wurde‘). Von 1828/30 wurde
danır die Kapelle zur Pfarrkirche erweitert (Weihe amt 12. Aug, 1829),
ein Pfarrhaus gebaut und ein Begräbnisplag angelegt. König Wilhelm
gab eine @lode von Kl. Lömental (f. o.) und Paramente vom Kapızinerfl.
im Wangen. Ein Schulhaus war 1815/16 gebaut worden. .
Endringerhof, Hof, 7 € Erit im 19. Yahıh. genannt, im
Staatshandbud erftmalz 1839, von der Oberdorfer Familie Endringer.
SGiehenbrücde, W., 32 €, Zwifjhen Schloß Gießen (S. 779)
und der Gießenbrüce Kef einft die Grenze de8 Laimnauer Niedergerichts
und fo fonımt e8, daß Heute au) die Gemeindegrenze die beiden benadh-
barten WoHnpläke fhHeidet, Die Giekenbrücke gehört zu den amı meiften
genannten Orten unferer Gegend. Sie liegt an dem Bunt, wo die von
Zettnang, audz von Ravensburg und meiter von Ulm Her nad Lindau
führende Strake die Araen überfchreitet, Hatte allo nah allem, wa3 wir
1) Nicht Hieher gehört ein Hoberendorf, wo 970 das Bistum
Konftanz Belig erhält; Wirt, Urk. 1,411. Zweifelhaft ft curtis Obon-
dorf Wirt, Urk, 4, XXXVI.
2) Wartnann 1, 52, 356.
8) Wirt, Urk, 7, 84, 232.
4) Über die Erridhtung der Pfarrei ein Protokoll, von allen
Gemeindegenoffen unterfhrieben, nebit Bauredhnungen im Pfarrhaus.
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