Öberteuringen.
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Kraftanlage (Nieder]pannung) in Wiedenbach, dazu Lonımen einige Motorenbeiriebe,
Kie8- und Sandgruben 20. Die nädhftgelegene Bahniftation it
die Oberamt8{tadt Tettnang.
19. OÖberteuringen,
Das Pfarrdorf 12,9 km nordweftlih von Tettnang, 450,8 m über
N, N. Gemeinde IL, Klafje mit 6 Gemeinderäten, 1162 Einw. (1047
fath., 104 ev., 11 von and. Bekenntn.), Boftagentur, Telegraph, Fern-Ipreher,
Markung 2008 ha. 206 Wohnhäufer,
Das uralte Duringas, die nordweftlide Grenzgemeinde gegen Baden,
it nad Ausdehming, Lage, Überlieferung und Gefhichte eine der hervorragendften
Gemeinden de8 ganzen SeebezirkS, E€3 war fhon in alter
Seit Gericht» und Dereicaftialig, Mittelpunkt eine8 Landkapitel8, das
den Hl. Petrus zum Patron und eine Martinskirdhe zum Mittelpunkt
Hatte, in welche die weite Umgegend eingepfartt war, Wöter zur Lands
bogtet gehörig. AWdel, SGeiftlidhkeit und Stadt Ravenzburg maren hier
begütert, und daz reihe Teuringer Tal i{jt uralte8 Kulturland.
Der Lage und Ausdehnung nach erftredt fi der Gemeinde» und
Pfarrbezirk von den AWbhHängen und Auszläufern des Gehrenberg8 durch
das Rotachtal hi zu den Rieden feitmärtz der Kotady an der Grenze
gegen Berg und das badifhe Riedheim. Mitten im Tal Niegt wieder
dr einem Wald von Objtbäumen das Pfarrdorf Oberteuringen mit
ftattlider Pfarrlirche zum Hl. Martin. Diejelbe ftammt aus8 {pätelter
gotifdher Zeit (1516. Einmeihungstag: 17. Juli 1517), Hat {pigbogige
Seniter ohne Maßımerk, lade Deden im Innern, einen f{tolz in die Lüfte
ragenden Turm mit achtfeitigent Helm auf vier Giebeln und qgqotijhen
Mapßwerkfenjtern (leßtere wohl neuer). Die Kirde murde mehrmals in
den legten 100 Yahrem verändert: das erftenıal unter dem Pfarrer Fehr
(on Raven8burg, Pfarrer hier von 1799—1846) in den zwanziger
Jahren des 19. Yahrhundert8 im Gefjhmad jener Biedermaierzeit in nad
Haffiziltifhem Stil, daS zweitemal in den fechziger und fiebziger Yahren
ter Pfarrer Schobinger (1812—1900. Pfarrer dahier von 1863—1900)
mit völliger Megotifierung, Bemalung von Bentele, neugotifhen Altären
von Meg und SOnell, ebenfoldem Chorgeftühl und Kanzel, das drittemal
1896/97 mit gründlicher Inftandfegung nad außen und innen, Der
Weitgiebel wurde erneuert und mit einem großen Steinbild des hl. Martinus
(v. Pfijter, Rorfhach) gefhmüct. Das Innere erhielt eine lichte
Bemalung dur Schiller und Ofternteier-Ravensbhurg mit einem Herrlidhen
Dedenrundbild, Geburt Chrifti, von Gebhard Fugel (Brofelfor in Münden).
Neue Orgel 1898. Von alter Kunft finden fihH im Innern zwei mertkmürdige
Inventarftücke: ein Wandtabernakel in RKenaiffance (c. 1600)
und ein ebenfolder Taufitein von 1631 (I.K), beide wohl fhon urfprünglid)
bemalt, erjterer mit Relief im Bogenfeld, leßterer mit Oreitem Blatt.
ornament, Gegen Süden Kiegt am Chor die alte, tonnengewölbte Sakriftet
mit mehreren Kunftihägen: Monftranz, Kelde, Mehkkännden, Buchbejchläg.
Augsburger Arbeit 1724. Eineß der {Hönen gotiihen Rrozeffionskreuze
findet fi ebenfall8 in der Teuringer Kirde. Der mohl früher hefeitigte
Kirchhof umgibt die Kirche und Hat mehrere alte Denkmäler von 1545,
1614, 1785. Nördlich der Kirdhe fteht daß ebenfall® ftattlihe, 1754 ges