Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 124, 1969)

Rudolf Friedrich Hohenacker
Lebensunterhalt auch unerläßlich war, so besteht kein Zweifel, daß diese
Arbeit seinem innersten Antrieb entsprach.
Außerhalb der bereits genannten Quellen ist HOHENACKER behandelt bei
PrRıTzEL, LEUNIS und TRAUTVETTER, etwas ausführlicher bei CARL KocH und
SCHWEINFURTH. In neuerer Zeit ist PzTRI auf ihn eingegangen. Als Botaniker und
Pflanzensammler findet man ihn erwähnt im „Index Herbariorum“, häufig auch
bei RADpe. E. REGEL bespricht eingehend die verschiedenen Arten von Scilla und
kommt zu dem Schluß, daß Scilla Hohenackeri Fisch. & Mey. „eine gute, von
KunTtTH und LEDEBOUR verkannte Art ist“,
Über die Sammlungen unseres Botanikers ist abschließend noch aus „Flora“
1875, p. 64, zu zitieren: „Aus dem Nachlaß des in Kirchheim/Teck im November
1874 verstorbenen Dr. HOHENACKER Sollen dessen sämtliche Pflanzenvorräte verkauft
 werden. Dieselben bestehen aus 86 Sammlungen, von denen jede einzeln
abgegeben wird. Bestellungen nimmt der Unterzeichnete, der auch zu jeder Auskunft
 gern bereit ist, entgegen. St. Gallen, Ende Januar 1875, Dr. B. WARTMANN,
Rektor der Kantonsschule.“ Ebenda, p. 544 erschien eine neue Anzeige: „Sämtliche
 botanischen Sammlungen des verstorbenen Dr. HOHENACKER sind in meinen
Besitz übergegangen und von nun an zu ermäßigten Preisen durch mich zu beziehen.
 K. KEckg, Aistersheim/Oberösterreich.“ Was weiter geschah, ist im einzelnen
 nicht bekannt. Hingegen zählt der Index Herbariorum folgene 26 Museen
auf, in denen kaukasisch-armenische Pflanzen HOHENACKERS zu finden sind: Berlin,
 London, Brüssel, San Franzisco, Cambridge/England, Caen, Genf, Cambridge/USA,
 Halle, Kiew, Kiel, Leiden, Lyon, Leipzig, München, Manchester,
St. Louis Moskau, New York, Oxford, Paris (Musee National, Abt. Phanerogamen
und Cryptogamen), Stockholm, Utrecht, Wien, Wageningen. Als Aufbewahrungsorte
 für die große Algensammlung „Algae marinae exsiccatae“ sind angegeben:
Berlin, Basel, London, Göttingen, Halle, Kiel, Leipzig, München, Straßburg und
Wien. Ferner findet sich in diesem Index Herbariorum noch eine sehr interessante
Fußnote: HOHENACKER edited many series of exsiccata between 1841 and 1574
(from Esslingen and Kirchheim) containing plants by himself in Caucasia and
adjoining Asia and plants collected by other botanists. The series are also known
as coming from the „Societe d’Esslingen“. Die letztere Bemerkung trifft, wie
oben ausgeführt, nicht genau zu!
Schrifttum
Handschriftliche Quellen:
Basler Mission: Viele Briefe und Berichte in den Bänden „Armenische Mission“.
Comiteeberichte sowie Briefe aus Esslingen und Kirchheim im Dossier
HOHENACKER.
Staatliches Museum für Naturkunde in Stuttgart: Ein Brief von HOHENACKER an
Apotheker SAUTERMEISTER,
Briefe der Basler Mission sowie von Herrn Albert STEIGER aus Basel an den
Verfasser.
Zeitschriften-Beiträge von HOHENACKER:
Enumeratio plantarum in Territorio Elisabethopolensi et in provincia Karabach
sponte nascentium, quas collegit R. F. H. Bull. Soc. Imperiale des Naturalistes
de Moscou, 1833, p. 210-261.
Enumeratio animalium, quae in provinciis transcaucasicis Karabach, Schirwan et
Talysch observavit R. F. H. Ebenda 1837, p. 136-147.
Enumeratio plantarum, quas in itinere per provinciam Talysch collegit R. F. H.
Ebenda 1838, p. 231-330 et 337-414.

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