Full text: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 129, 1974)

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Milben (Acarina) aus Höhlen der Schwäbischen Alb 
und einiger anderer Höhlen 
Von GıseLA RaAcg, Hamburg 
Mit 3 Abbildungen 
Die meisten Höhlen der Schwäbischen Alb sind bisher noch gar nicht 
auf Milben untersucht worden. Es liegen hauptsächlich Funde aus Höh- 
len des Fränkischen (WıLLMANn, 1938) und des Berner Jura (COOREMAN, 
1959) vor, ferner aus Höhlen in Belgien, Frankreich, Italien, der Balkan- 
halbinsel und einigen anderen europäischen Höhlen und Schächten. Aus 
Höhlen der Schwäbischen Alb sind bisher nur folgende Milben bekannt: 
Rhagidia terricola aus der Sontheimer Höhle, von einem Unbekannten in 
den Mitteilungen über Höhlen- und Karstforschung 1926 (4), Seite 142 
unter „Vermischte Nachrichten“ angegeben. Ferner eine undeterminierte 
Milbe aus der Falkensteiner Höhle, publiziert von S. Frıes 1874 (beides 
siehe DosAT, 1966). Funde neueren Datums stammen aus der Gutenber- 
ger Höhle und der Gußmannshöhle, und zwar werden folgende Milben 
genannt: Kugamasus loricatus (Gutenberger Höhle und Gußmannshöhle), 
Veigaia spec. (Gutenberger Höhle), Veigaia transisalae (Gußmannshöhle), 
Macrocheles punctoscutatus (Gußmannshöhle) und Ixodes wespertilionis 
(Gutenberger Höhle), die von COoREMAN determiniert worden sind (siehe 
DosarT, 1963). Das ist wenig angesichts der zahlreichen Höhlen, die es in 
der Schwäbischen Alb gibt, und der Tatsache, daß Milben in Höhlen si- 
cher nicht seltener vertreten sind als beispielsweise Collembolen, Käfer, 
Fliegen und dergleichen, über die bereits viel mehr bekannt ist. Es ist 
darum sehr erfreulich, daß bei den von Herrn Dr. Klaus Dobat, Institut 
für Biologie der Universität Tübingen, durchgeführten botanisch-zoologi- 
schen Untersuchungen vieler Höhlen der Schwäbischen Alb auch auf 
Milben geachtet und die Mühe des Sammelns nicht gescheut wurde. Die 
Verfasserin ist Herrn Dr. KLAus DosAT dankbar dafür, daß er ihr das 
Material (32 Proben) zur Untersuchung anvertraut hat. Es stammt aus 17 
verschiedenen Höhlen der Schwäbischen Alb, ferner aus 4 Höhlen des 
Fränkischen Jura, 1 Höhle der Schweiz und 1 Höhle sowie 1 Schacht im 
Harz. Die Harzproben sind gesammelt von Herrn cand. geol. KEMPE, 
Hamburg, dem ebenfalls an dieser Stelle gedankt sei. Nur aus zwei von 
diesen insgesamt 24 Höhlen liegen meines Wissens bisher Milbenfunde 
vor, aus der Maximilianshöhle im Fränkischen Jura (WILLMANN, 1938) 
und dem Hölloch im Muotatal in der Schweiz (CooREMAN, 1959). 
Die Tiere von Dr. KLAus DosAT wurden in Barberfallen gefangen oder 
mit Hilfe eines feinen Pinsels eingesammelt. Das Belegmaterial wird im 
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 129 (1974)
	        

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