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Gattin GERDA, geb. FLAXLAND, mit Geschmack und Natursinn. Der Ehe
entsprossen zwei Söhne und zwei Töchter. Sie werden das Erbe und das
Andenken an ihren Vater in Ehren halten, wie alle, die dem tüchtigen
und liebenswürdigen Mann nahestehen durften.
ERWIN LINDNER
Ilse Kliefoth-Rehren
Erzieherin, Ornithologin
Oberstudienrätin Dr. ILSE KLIEFOTH-REHREN, geboren 20. August 1901
in Chotzenmühl Kr. Schlochau, gestorben 1. Dezember 1973 in Geesthacht,
gehörte zu den über den Krieg hinaus aktiven Ornithologen Schlesiens
aus der Schule von FERDINAND Pax. ILSE REHREN hatte in Göttingen,
Freiburg und Marburg Mathematik und Physik studiert und 1926
promoviert (über die Dissoziation des Wasserdampfmoleküls unter Einwirkung
von Stößen 2. Art) und im Anschluß an die Lehramtsprüfung
und an die pädagogische Ausbildung noch mehrere Semester in Breslau
Biologie studiert (Erweiterungsprüfung 1935). Sie wurde einem weiteren
Kreis durch ihre „Vogelwelt des Glatzer Schneegebirges‘“ (im Rahmen
der Monographie von F. Pax 1936) bekannt. Es folgte Unterrichtstätigkeit
in Schweidnitz und Breslau und hier 1942 Heirat mit dem Physiker
Professor Dr. WERNER KLIEFOTH. Das Paar kam 1945 mit 400 aus dem
Osten evakuierten Wissenschaftlern über Jena nach Heidenheim an der
Brenz. KLIEFOTH wurde hier vorübergehend Oberbürgermeister und dann
Verlagsleiter, seine Frau Oberstudienrätin in Oberkochen. In dieser Zeit
verfaßte sie eine ethologische Arbeit über „Beobachtungen an einer gefangenen
Rauchschwalbe“ (Z. Tierpsychol. 12, 1955: 63—67). Im gleichen
Jahr übernahm KLıI1EFOTH die Leitung der Zeitschrift Atomkernenergie
(Thiemig). 1961 übersiedelte er als wissenschaftlicher Oberrat im Ministerium
für Wirtschaft und Verkehr und als Honorarprofessor nach
Kiel; sein hauptsächliches Bestreben galt dem Kampf gegen den Mißbrauch
der Kernenergie, wovon auch seine Schriften zeugen. Das Ehepaar
bezog Wohnung in Geesthacht-Krümmel. Frau KLIEFORTH-REHREN, nunmehr
im Ruhestand, widmete sich wieder verstärkt der Ornithologie; sie
blieb interessiertes Mitglied unserer Gesellschaft und pflegte weiterhin
die alten Verbindungen, die seit Breslau und durch einstige Rossitten-Besuche
bestanden. Es ergaben sich neue fachliche Freundschaften, besonders
mit Frau Dr. JuL1E ScHınz in Zürich, und regelmäßig sah man sich
auf Ornithologen-Tagungen, zuletzt noch 2 Monate vor ihrem Tod in
Freiburg. Ihr Gatte (1901—1969) war ihr vorausgegangen; Nachruf in
Atomkernenergie 14, 1969, Heft 5. Hat Frau KLIEFORTH-REHREN auch nicht
viel veröffentlicht, so war sie doch als gute Naturwissenschaftlerin geschätzt,
bei den Schülern als für die Probleme der Jugend offen beliebt
und bei ihren Freunden als warmherzige und humorvolle Frau verehrt.
Ihre Ausstrahlung wird nachwirken. E. ScHÜTZ
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 129 (1974)
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