Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 134, 1979)

146

MANFRED WARTH
Profil
Von oben nach unten:
1) 80—100 cm Trochitenbank-4. Oberseite Hartgrund mit angelösten Muscheln
und Brachiopoden. Unterseite Rhizocorallium jenense, Palaeophycus triasicus,
Ceratites sp. Fossilinhalt hauptsächlich Entolium, Mytilus, Newaagia, Pleuronectites,
 Plagiostoma, Coenothyris, Trochiten.
2) 60 cm dunkelgraue Schiefermergel, welche durchsetzt sind mit Rinnenfüllungen
 und Geoden. Fossilinhalt hauptsächlich Hoernesia, Entolium, Bakevellia,
Orbiculoidea. Fossilanreicherungen in Streifen und Fladen. 5 cm Mikritbänkchen,
 sehr fossilarm.
3) 0—10 cm Schillkalk, der sich stellenweise in schmalen Rinnen in die darunterliegenden
 Mergel eintieft. Der Schillkalk kann auch ersetzt sein durch Schiefermergel.

15—20 cm Schiefermergel mit Tonooiden, stellenweise mit Geoden und mit
stärker verkalkten Partien. Fossilreichste Partie der Haßmersheimer Schichten.
Fossilinhalt hauptsächlich Hoernesia, Bakevellia, Myophoria, Germanonantilus,
Ceratites div. spec.
14) 4—10 cm Trochitenkalk meist aus zwei etwa gleich dicken Kalkbänkchen zusammengesetzt.
 Oberfläche häufig mit Hoernesia, Bakevellia, Enantiostreon,
Gastropoden (Loxonema, Neritaria).
10—18 cm dunkelgraue Mergel mit dünnen Schillkalklagen. Fossilführung
hauptsächlich Plagiostoma, Newaagia, Trochiten, Coenothyris, Gastropoden. In
den Kalklagen sind häufig Schrumpfungsrisse zu sehen.
5) 80—150 cm Trochitenbank-3, darin eingeschaltet mehrere Mergellagen. An
verschiedenen Stellen Muschel-Brachiopoden-Bioherme. Eine Mergellage ca.
60—70 cm unter dem Dach der Trochitenbank-3 führt nesterweise größere
Mengen von Coenothyris sp.
6) 5—8 cm dunkelgraue Schiefermergel mit fingerbreiten Grabgängen (?Chondrites),
 4 cm Trochitenkalk mit Muschelschill und Coenothyris, darunter ein 4 cm
dickes Mikritbänkchen, 23 cm dunkelgraue Schiefermergel mit Konkretionen.
Fossilführung spärlich; Hoernesia, Pleuromya Germanonamntilus und als Besonderheit
 Schlangensterne (Arenorbis squamosus).
8—10 cm Mikritbank mit vielen parallelen 330° streichenden Kluftscharen.
Diese Bank bildet die Sohle in der NE-Ecke des Steinbruchs: in ihr fanden
sich auch „Espenfelder Kreise“ (WEGE 1965).
7) 30—50 cm dunkelgraue Mergel mit vielen Mikritlagen (Schlangensterne), darunter
 10—12 cm wellenförmiger Trochitenkalk (Wellenabstand ca. 80 cm, Streichen
 310°—320°). Diese Bank bildet die tiefste Sohle des Steinbruchs. Es folgen
 4—5 cm dunkelgraue Schiefermergel, 10—12 cm Mikrit, 17—20 cm Schiefermergel
 mit Mikriteinlagerungen, 26 cm Mikritbänkchen.
8) 40cm Trochitenkalk, unteres Drittel durchsetzt mit Tonfugen. Trochitenbank-2.

9) 42 cm dunkelgraue Mergel stark durchsetzt mit Schillkalken, Mikritbänkchen
und Geoden. Fossilführung: Hoernesia, Pleuromya, Germanonamntilus und große
Mengen von Pseudocorbula und Neritaria.
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 134 (1979)
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.