Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 134, 1979)

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Robert Dürr
Oberforstrat
ROBERT DÜRR ist am 24. Februar 1905 im Pfarrhaus Weikersheim geboren,
 besuchte die Schulen in Wasseralfingen und Aalen und studierte in
Tübingen und Freiburg. Er war in der Forstdirektion in Stuttgart und in
verschiedenen Forstämtern des Landes tätig, zuletzt etwa 15 Jahre lang in
Steinheim (Albuch). Die Forstdirektion schätzte in ihm einen besonders
tüchtigen Mitarbeiter, der es auch verstand, mit den waldbesitzenden Gemeinden
 ein gutes Verhältnis zu schaffen. Sein besonderes Interesse galt der
biologischen Schädlingsbekämpfung und dem Naturschutz. Der Waldlehrpfad
 durchs Wental geht auf seine Anregung zurück. Außerdem vertiefte er
sich in die geologischen Probleme des Steinheimer Beckens. Die große Wertschätzung,
 die Oberforstrat DÜRR genoß, kam bei seiner feierlichen Verabschiedung
 zum Ausdruck, als er sich im Februar 1967 aus Gesundheitsgründen
 von seinem Amt zurückziehen mußte. Es war ihm nur noch eine
Frist bis zum 15. April 1970 beschieden. Er verstarb in Creglingen und liegt
dort begraben.
(Nach Heidenheimer Neue Presse und Giengener Brenztal-Zeitung
vom 15. Februar 1967)
Arnold Kopp
Schützer der Eulen und Greifvögel
ARNOLD Korr, am 21. Juli 1889 als Pfarrerssohn in der Waldensersiedlung
Perouse (OA Maulbronn) geboren, wurde nach dem Waldenserführer HENRI
ARNAUD auf den Namen ARNOLD getauft. Früh verlor er seine Mutter und
wurde unter der Obhut einer Schwester des Vaters zusammen mit seiner
Schwester erzogen. Der Vater siedelte 1896 nach Stuttgart über und erwarb
in Perouse ein Stück Land, wo ein bescheidenes Heim gebaut wurde. ARNOLD
Kor? absolvierte das Gymnasium in Cannstatt und studierte in Tübingen
Jura. Er war zunächst im Innenministerium in Stuttgart tätig und kehrte
nach langen Jahren als Oberregierungsrat am Landratsamt Waiblingen 1948
wieder nach Stuttgart zurück. Er lebte, unvermählt, zusammen mit seiner
Schwester in Cannstatt und erlebte dort auch die Schrecken des Krieges und
die Zerstörung der Wohnung, immer bereit, zur Erholung oder, wenn es
sein mußte, für immer die Zuflucht Perouse aufzusuchen. Dort fühlte er
sich erdverbunden und glücklich. Und mit derselben vorbildlichen Hingabe,
die er seinem Amt widmete, lebte er hier in der Natur, die zu erhalten und
            
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