Beitrag zur Fauna nachtaktiver Schmetterlinge
Leuchtaktivität ließen sich Aussagen über den quantitativen Anteil einzelner
Arten am gesamten Artenspektrum machen. Insgesamt 756 fast gleichmäßig
über das Jahr verteilte Leuchtnächte ergaben die Möglichkeit, für
eine ganze Reihe von Arten Diagramme der jahreszeitlichen Flugzeit zu
erstellen.
Mein besonders herzlicher Dank gilt Herrn HEınz JÜnGLING, der mich in das
schwierige Kapitel der Noctuidae einführte und mir auch später immer mit Rat
und Tat zur Seite stand, so auch zur Überprüfung meiner Belegexemplare und
des Manuskripts. Für weitere Überprüfungen danke ich den Herren BERND Hün-DORF,
KOnrRAD Loos, THOMAS MEINEKE und JoserF WOLFSBERGER.
Technische Hilfe wurde mir zuteil durch Herrn DIiETERICH im Schopflocher
Ortsteil Torfgrube, der jahrelang abends die Lichtfalle fangbereit machte und den
elektrischen Anschluß bereitwillig zur Verfügung stellte. Dafür danke ich auch
den Herren KIRCHNER von der Ziegelhütte und ZıEGLER vom Aussiedlerhof bei
Ochsenwang.
Zur Durchführung eines besonderen Projekts danke ich Herrn Dr. Hans STeEI1-NER
vom Pflanzenschutzamt für die freundliche Bereitstellung von Ausrüstungsgegenständen.
Für wertvolle Hinweise und unermüdliche Unterstützung möchte ich
hier vor allem meinem Mann WuLr GATTER ganz herzlich danken.
2. Das Untersuchungsgebiet
Sämtliche Leuchtplätze liegen im Bereich der Schopflocher Alb, am
nördlichen Steilabfall der Mittleren Schwäbischen Alb gelegen (48.33 N,
9.31 E). Die Schopflocher Berghalbinsel ist etwa 25 km” groß und durch
tief eingeschnittene Täler weitgehend von der eigentlichen Albhochfläche
abgetrennt. Nur im Südosten besteht eine Verbindung. Schon dadurch
stellt das Gebiet einen weitgehend in sich abgeschlossenen Untersuchungsraum
dar. Zur Abrundung unserer Ergebnisse wurden die Steilhänge zum
Lauter- und Lindachtal mit einbezogen, zumal hier bessere Beobachungsmöglichkeiten
für heliophile Arten bestehen als auf der meist windigen
Hochfläche. Aus diesem Grund wurden auch die Ergebnisse von JÜnG-LING
(1976) aus der Eichhalde hinzugefügt. Alle Leucht- und Exkursionsgebiete
liegen im Bereich des Weißen Jura. Dadurch wird die Artenzahl
begrenzt, das Material aber homogener. Der sicher ebenfalls artenreiche
Hangfuß der Alb, meist als Streuobstwiesengelände genutzt, wurde nicht
untersucht.
3. Die klimatischen Verhältnisse
Die Schopflocher Alb zeichnet sich mit durch die höchsten Niederschläge
im nördlichen Württemberg aus. Über 1000 mm fallen im Jahr. Bereits
bei Kirchheim wie auch auf der Leeseite der Alb liegen die Werte zwischen
700 und 800 mm. Die jährliche Durchschnittstemperatur in Schopfloch
liegt bei 6,9°C (Durchschnitt 1881—1940), in Kirchheim bei
9,0 °C. Kirchheim weist 22, Schopfloch 45 Eistage im Jahr auf. Die Zahl
der Frosttage liegt in Kirchheim bei 101,5, in Schopfloch bei 113,1. Kirchheim
weist dagegen 38 Sommertage, Schopfloch nur 11 auf. Der große
Geländesprung mit über 500 m Höhenunterschied vom Vorland zur Hoch-Jh.
Ges. Naturkde. Württ. 134 (1979)
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