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Abhandlungen
Subrosions-Erscheinungen in Trias-Gipsen
des nordöstlichen Baden-Württemberg
Von WALTER CARLE, Korntal-Münchingen
Mit 10 Abbildungen
1. Vorwort
Eine sich über zwei Jahrzehnte erstreckende Tätigkeit im Aufsuchen
und Erschließen von Rohmaterial für Gipswerke in Über- und Untertage-Aufschlüssen
bescherte mir eine Fülle von Beobachtungen über Subrosions-Erscheinungen
in Sulfat-Gesteinen des Mittleren Muschelkalks und
des Mittleren Keupers. Ich strebe keine vollständige und regional umfassende
Darstellung dieser Verhältnisse an, sondern möchte nur in Form
einer Nachlese einige besonders auffällige Erscheinungen beschreiben.
Vor wenigen Jahren wurde durch die geologischen Landesbehörden und
die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe eine mit kurzem
Begleittext versehene Karte der Verbreitung von Erdfällen in der Bundesrepublik
Deutschland 1:1 Mio. in vorläufiger Form herausgegeben (PrRınz
et al. 1973). In Wort und Bild wurde hierdurch ein erster großregionaler
Überblick dieses Karstphänomens gegeben, auf welchen verwiesen werden
kann. Bezogen auf die genetische Einteilung der Karte kann gesagt werden,
daß es sich im vorliegenden Falle vorwiegend um einen Sulfat-Karst
handelt, der aber im Muschelkalk mit einem Salinar- und Karbonat-Karst
auf vielfältige Weise verbunden sein kann.
Die Stratigraphie im besprochenen Bereich ist so allgemein bekannt, daß
auf sie nicht besonders eingegangen werden muß; Text und Tafeln in
GEYER und GWINNER (1968) bieten eine leicht greifbare Übersicht. Ich
verdanke der Firma Gebr. Knaur Westdeutsche Gipswerke Iphofen die
Erlaubnis zur Veröffentlichung einiger Beobachtungen in den stillgelegten
Gipsbergwerken von Seckach und Vellberg-Talheim.
2. Einzelbeschreibungen
2.1.Mittlerer Muschelkalk
In den letzten Jahrzehnten wurde das Salinar des Mittleren Muschelkalks
mehrfach bearbeitet (SCHACHL 1953, 1954; WırLD 1958); diese Publikationen
enthalten detaillierte Profile. Das neueste Profil wurde beim Abteufen
des Schachtes „Franken“ der Südwestdeutschen Salzwerke AG in
Heilbronn gewonnen (RocowsxsI und WEGENER 1977 : 79; Abb. 2):
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 134 (1979)