Ein neuer Aufschluß im Rät des unteren Filstals
Von EuGEen PrerFFER, Göppingen
Mit 2 Abbildungen
Die Straße von Reichenbach/Fils nach Hochdorf ist vor Jahren mehrmals
abgerutscht, so daß der Verkehr aufs äußerste gefährdet war. Die Rutschung
erfolgte im unteren Gebiet der Straße, wo sie nach Hochdorf anzusteigen
beginnt. Die Ursache dafür sind die Knollenmergel, die die Straße queren. Ein
Neubau war daher nicht zu umgehen. Die Straße mußte z. T. verlegt werden.
Dabei wurden in erster Linie im Anstieg vor Hochdorf die Psilonoten-, Angulaten-
und Arietenschichten aufgeschlossen.
Profil Hochdorf
Arietenschichten:
15—-30cm sog. Kotteler; blaue, harte, sehr feinkörnige Kalkbank
120cm Mergel, ursprünglich dunkel, durch Verwitterung graue und
bräunliche Lagen
45—55cm harter, körniger Kalk; zerfällt in 3 Bänke, die lagenweise angereichert
Gryphaea arcuata enthalten; besonders die oberen 5-12 cm
sind eine dichte Lage von Gryphäen
10cm kalkig-tonige Schicht, verwittert braun mulmig
35cm harter, blauer Kalk; die unteren 12 cm voller Gryphäen
4cm dunkler Ton
50—-55cm harter, blauer Arietenkalk mit Kupferfels; in der Mitte 7-12 cm
Gryphäenlage
Angulatenschichten:
‘40cm sandig-tonige Schicht; Riesenangulatenzone
40cm gelber Angulatensandstein; Hauptsandstein
10cm sandig-tonige Lage
6cm dunkelbrauner Sandstein, reich an Mangan; Hauptsandstein
20cm erschlossen: harter, brauner Sandstein; Hauptsandstein
Psilonotenschichten:
300cm dunkle Psilonotentone
45cm Psilonotenkalkbank, dunkelblau, äußerst hart
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 137 (1982)
5 Jh. Naturkde. Württ. 137 (1982)