Riparioceras schoembergense nom. nov. (Ammonoidea) aus
dem mittleren Lotharingium von Schömberg
(Baden-Württemberg)
Von RuDoLF SCHLATTER, Schaffhausen
Mit 2 Tafeln und 2 Abbildungen
Vorwort
Funde der Gattung Riparioceras SCHINDEWOLF gehören in SW-Deutschland
zu den größeren Seltenheiten. Ich hielt es daher für geboten, den bisher ersten,
horizontiert entnommenen Fund von „Ammonites riparius (auritulus)
Quenst.“ (Typus: QUENSTEDT 1884: 192, Taf. 24, Fig. 13) aus Württemberg
einer näheren Bearbeitung zu unterziehen. In diesen Bericht sind noch zusätzliche
Neufunde dieser seltenen Ammonitengattung miteingeschlossen. Die
hier beschriebenen Fundstücke werden, wenn nicht anders vermerkt, im Staatlichen
Museum für Naturkunde in Stuttgart aufbewahrt.
Dank
Mein Dank richtet sich vor allem an den Finder, Herrn A. LeEHMKUHL (Präparator
am Staatl. Museum f. Naturkunde, Stuttgart), welcher mir dieses interessante Fundmaterial
zur Bearbeitung überlassen hat. Für Ausleihen bin ich den Herren Dr. G. DıetL
(Stuttgart), Prof. Dr. S. Kuss (Freiburg i. Br.), Dr. G. ScHAIRER (München) und Prof. Dr.
Y. WenDTt (Tübingen) zu Dank verpflichtet. Für fachliche Diskussionen bedanke ich
mich bei den Herren Prof. Dr. B. G£czy (Budapest), Dr. K. HorrmAnn (Reutlingen),
Prof. Dr. R. MouTerDEe (Lyon), Dr. M. Raxös (Bratislava) und Prof. Dr. A. Zeıss (Erlangen).
Herr Dr. H. Janus, Stuttgart, sah das Manuskript durch. Für die Aufnahme der
Objekte stellte Herr Prof. Dr. H. Rızser, Zürich, eine spezielle Fotovorrichtung zur
Verfügung.
Einleitung
Die ersten Funde aus dem tieferen Lias der Schwäbischen Alb, welche später
von SCHINDEWOLF (1962) in die von ihm neu geschaffene Ammonitengattung
Riparioceras gestellt wurden, haben OppeL (1862: 132, Taf. 40, Fig. 2a—c) und
QUENSTEDT (1884: 192, Taf. 24, Fig. 13—16) unter der Bezeichnung Ammonites
riparius aus dem Balinger Raum beschrieben. Der gemeinsame Charakter sämtlicher
Fundstücke ist nach SCcHINDEWOLF (1962) „ein quadratischer oder hoch
rechteckiger Windungsquerschnitt mit breit dachförmiger Externseite und der
Besitz typischer Parabelknoten“.
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 137 (1982)