Full text : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 138, 1983)

Arealgruppen der Flora und Klima in Baden-Württemberg

Von ALFRED BENZING und MarRTIn Kımmic, Villingen-Schwenningen

Mit 12 Karten und 2 Tabellen

Methoden

Wir gehen aus von der von PAuL FıLzer (einem verehrten Hochschullehrer
des älteren von uns) geleisteten Vorarbeit in „Die Flora Württembergs in ihren
Beziehungen zu Klima und Boden“ (1982), allerdings beschränkt auf die Beziehungen
 zwischen den FıLzerschen Arealgruppen-Daten und dem Großklima
im Maßstab der Kartenblätter der TK 25. Die Leitfrage war: Wie gut oder wie
schlecht können die Arealgruppenanteile (Arealgruppenspektren) als Indikatoren
 für (Groß-)Klimaelemente dienen?
Die Arealgruppen und ihre jeweiligen Anteile an der Flora der TK-25-Blätter
 übernehmen wir von FıLzeErR 1982:

1. Nordgruppe
2. Nordostgruppe
3. Ostgruppe
4. Südostgruppe
5. Südgruppe
6. Südwestgruppe

7. Westgruppe
( 8. Nordwestgruppe)
9. Präalpine Gruppe
10. Alpine Gruppe
(11. Indifferente Gruppe).

Die Nordwestgruppe, nur wenige Arten umfassend, lassen wir aus; ebenso
die Gruppe der indifferenten Arten, die hier ohne Belang ist.
Gleich geblieben ist das Arbeitsgebiet von 172 Kartenblättern der TK 25,
deckungsgleich mit dem von der Regionalstelle Württemberg der„Kartierung
der Flora Mitteleuropas“ bearbeiteten Teil des Landes Baden-Württemberg. Es
greift also über das ehemalige Württemberg bzw. Württemberg-Hohenzollern
hinaus und schließt im Süden den ehemaligen badischen „Seekreis“ mit ein
(vgl. SEYBoLD 1977).
Die Zusammenstellung der Klimadaten stützt sich — anders als bei FILZER
1982 — ausschließlich auf die Karten des Deutschen Wetterdienstes für die
Periode 1931-1960. Die Interpolation aus den Isolinien der Karten der Klimaelemente
 ist zulässig, weil es um Gebietsmittel für ganze Kartenblätter geht.
Jedes Blatt der 'TK. 25 deckt 133,58 km? im Norden des Landes, 139,44 km* im
Süden (BEnzınG 1979, S. 57). Mit den nach der Punktmethode gewonnenen
Mittelwerten wurden noch Ausgleichsrechnungen durchgeführt.
Diese Ausgleichsrechnung sei am Beispiel des Blattes Tübingen (7420) dargestellt.


Jh. Ges. Naturkde. Württ, 138 (1982
            
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