Zur Verbreitung und Ökologie der Dromius-Arten
(Coleoptera, Carabidae) in Württemberg
Yon JÜRGEN TRAUTNER, Neuweiler
Mit 1 Abbildung
Zusammenfassung
In den Jahren 1982 und 1983 wurde das Vorkommen der Laufkäfer-Gattung Dromiws
im Großraum Stuttgart untersucht. Insgesamt wurden 10 Arten nachgewiesen, davon
sind 3 von besonderem faunistischem Interesse. Die wenigen bisher publizierten Funde
einiger Arten beruhen wohl hauptsächlich auf den verwendeten Sammelmethoden. Bei
genauer Nachsuche dürften die meisten Arten in ganz Württemberg festzustellen sein.
Neben der Faunistik versucht die Arbeit, durch Angaben zur Ernährung, Überwinterung,
Biotop-Präferenz und Gefährdung der Arten einen Einblick in die Ökologie dieser
Gruppe zu geben.
|. Einleitung
Die Laufkäfergattung Dromius ist in Deutschland mit 12 Arten vertreten.
Viele dieser, bis zu 7 mm großen, abgeflachten und schwach chitinisierten Käfer
von meist schwarzbrauner und gelblicher Färbung leben unter Rinde. Die
Suche nach ihnen ist recht zeitaufwendig und mit den heute meist zu Untersuchungen
verwendeten Barberfallen sind sie nur schlecht zu erfassen. Funddaten
und Angaben zur Lebensweise finden sich daher auch in neueren Arbeiten
(BAEHR 1979, 1980, 1981; RAEHLE 1972; WASNER 1974) nur wenige. Der vorliegende
Beitrag soll hier eine kleine Ergänzung liefern.
2. Untersuchungsgebiet und Methodik
Der Untersuchungszeitraum erstreckte sich über die Jahre 1982 und 1983.
Die untersuchten Gebiete liegen fast alle in den Landkreisen Böblingen und
Tübingen sowie im Bereich der Stadt Stuttgart. Neben den mehr oder weniger
natürlichen Biotopen habe ich mich auch besonders mit den Gärten, Parks und
Platanenalleen in den Städten beschäftigt. Die Fangmethoden bestanden im
wesentlichen aus dem Untersuchen und Sieben von Rinde, Stammoos und
Bodenteilen. Daneben wurde vereinzelt die Vegetation abgekäschert. Barberfallen
habe ich nicht verwendet. Belegexemplare der Arten befinden sich in
meiner Sammlung, daneben noch einige in der Sammlung des Staatlichen Museums
für Naturkunde in Stuttgart.
Ih. Ges, Naturkde. Württ. 139 (1984)