Volltext: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 139, 1984)

Geologie in der Antarktis, Beispiel Victorialand 
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Abb. 21: Komplex (heteroaxial) verfalteter Gneis der mittleren Lanterman-Range. Die 
erste Faltung erzeugte die Schieferung und Bänderung des Gesteins mit den schiefe- 
rungsparallelen, hellen Quarz-Feldspat-Gängchen. Die zweite Faltung legte diese in Iso- 
klinalfalten (über der Bleistiftspitze). Die offenen Falten, besonders deutlich links über 
der Bleistiftspitze, sind mit der zugehörigen Schieferung (etwa parallel zum Bleistift, 
links unten) das Produkt der dritten Deformation. 
2.2. Die jüngste Faltung in Victorialand 
Von GANOVEX I her waren wir es gewohnt, die permischen Schichten 
der „Beacongruppe“ — wie in der Literatur beschrieben — im Hangenden des 
Grundgebirges horizontal oder höchstens schwach geneigt anzutreffen 
(Abb. 22), wie z.B. in der Alamein- und in der Morozumirange (Abb. 12). 
Hier entdeckte GANOVEX I im „Unconformity-Valley“ die klassische Dis- 
kordanz zwischen Perm und Grundgebirge (Abb. 23), wie sie im Emblem von 
GANOVEX III festgehalten ist (s. 0.). Um so größer war unsere Überraschung 
am späten Abend des 9. Januar 1983 beim Heimflug zum Camp „Lanterman- 
Süd“ in der Lanterman-Range: Vor uns tauchte aus dem Dunst der leichten 
nächtlichen Dämmerung eine Felswand auf, die im unteren und westlichen 
Teil aus pegmatitdurchschwärmtem Lantermankristallin bestand, im oberen 
Teil aus hellen permischen Sandsteinen mit kohligen Zwischenmitteln. Und 
dieses Perm war intensivst verfaltet! (Abb. 24). 
Leider war die steile Wand nicht zugänglich, sondern lediglich aus der Luft 
photographierbar (mit den letzten drei Bildern des Films!). Die Umgebung 
Ih. Ges. Naturkde. Württ. 139 (1984)
	        
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