Zum Vorkommen einiger Wirbelloser im Bannwald
Eisenbachhain (Schönbuch)
Von WALTER Rıeper, Sindelfingen
Mit 1 Abbildung
Beschreibung des Gebietes
Der 8,3 ha große Eisenbachhain liegt auf einer flach nach Süden geneigten
Hochfläche im Ostteil des Schönbuchs, einem etwa 120 km? großen, geschlossenen
Waldgebiet südwestlich von Stuttgart. Der Schönbuch ist ein Teil des
Keuperberglandes; er gehört in seiner ganzen Ausdehnung zur Klimazone der
submontanen Buchen-Eichenwälder mit Jahresniederschlägen um 700 mm und
mittleren Jahrestemperaturen von ca.8 °C. Das Gebiet, hervorgegangen aus
einem ehemaligen Hutewald, wurde 1937 unter Naturschutz gestellt und ist
seit Jahrzehnten Bannwald, in dem jegliche forstliche Nutzung ruht.
Im Eisenbachhain bilden Verwitterungsdecken des Angulaten-Sandsteins
(Lias alpha) die Böden. Diese sind größtenteils tongründig und daher oft vernäßt.
Außerdem neigen große Flächen zu Wechseltrockenheit und Versauerung.
Den Südwestteil und Südrand durchzieht ein Bächlein, welches in normalen
Sommern austrocknet. Dagegen hält ein reichbelebter Bombentrichter
auch bei langer Trockenheit ausreichend Wasser.
Dem Bewuchs nach hat der Bannwald einen inselartigen Charakter. In der
Umgebung gibt es keinen ähnlichen Baumbestand. Die Rotbuche ist mit Abstand
die häufigste Baumart, kommt in allen Altersstadien vor und bedrängt
alle anderen Baumarten. Die Hängebirke als zweithäufigste Art steht in Gruppen
und verstreuten Einzelbäumen, vor allem im Südteil. Von den Stieleichen
fallen die zehn mächtigen Exemplare auf. Verstreut stehen wenige Fichten und
Hainbuchen. Einige Schwarzerlen wachsen im Nordteil und am Bach. Die wenigen
eingestreuten Salweiden können sich nur schwer gegen die Rotbuchen
vdehaupten. Bei der Blockhütte im Südwesten wachsen vier Sommerlinden und
junge krüppelige Zitterpappeln. Esche, Lärche, Roßkastanie und Kiefer sind
nur mit je einem Baum vertreten.
Immer wieder wirft der Sturm einen Baumveteran um oder bricht starke
Aste. Wie zu erwarten, gibt es reichlich stehendes und liegendes totes Holz
(Abb. 1). Der Baumbewuchs ist durch eine Schneise und mehrere kleine grasige
Flächen aufgelockert. Von den Sträuchern ist nur die Himbeere einigermaßen
häufig und zwar auf der Grasfläche im Zentrum. Neben wenigen schwachen
Brombeeren existieren noch ein paar kümmernde Traubenholunder. An
der Nordwestecke schließt eine etwa 50 x 180 m große Waldwiese an. Im übri-Ih.
Ges. Naturkde. Württ. 143 (1988)