Ausgezeichnet mit dem „Walter-Schall-Preis“ 1989 der
Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg
Die Verbreitung submerser Makrophyten in den
Fließgewässern Brenz, Pfeffer, Hürbe und Lone
Von UTA KAuNnT, Stuttgart
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5
Abbildungen, 1 Tabelle und 4 Fotos
Dank
Bei der vorliegenden Arbeit handelt es sich um eine Kurzfassung meiner überarbeite-‚en
Diplomarbeit, die 1989 mit dem 2. Preis des „Walter-Schall-Preises“ ausgezeichnet
wurde. Herrn Dr. WALTER ScHALL, dem Stifter des Preises, und der Gesellschaft für Nazurkunde
möchte ich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich danken.
Zusammenfassung
Das Fließgewässersystem von Brenz, Pfeffer, Hürbe und Lone im Osten der Schwäbischen
Alb wurde 1987 hinsichtlich der Verbreitung submerser Makrophyten kartiert.
Wasseruntersuchungen erfolgten begleitend zur Kartierung. Beim Vergleich des Artenbestandes
mit älteren Literaturangaben zeigt sich die Brenz als noch sehr artenreich. Einflüsse
verschiedener Standortfaktoren, der Hydrochemie sowie von Entkrautungsmaßnahmen
auf die Verbreitung der Wasserpflanzenarten werden erläutert. Durch die
Einteilung in floristisch-ökologische Zonen lassen sich Gewässerstrecken unterschiedlicher
Belastung umreißen.
1. Das Untersuchungsgebiet
Das untersuchte Gewässersystem, die Brenz mit ihren Nebenbächen Pfeffer,
Lone und Hürbe, befindet sich im Osten der Schwäbischen Alb und entwässert
ein ca. 860 km? großes Gebiet zur Donau hin. Die Ostalb gliedert sich
nördlich der Klifflinie in die Naturräume Albuch und Heidenheimer Alb im
Westen des Brenztales sowie das Härtsfeld im Osten. Nach Süden schließt sich
die Lonetal-Flächenalb an. Mit Ausnahme des Brenz-, Lone- und Hürbetales
gibt es im untersuchten Gebiet nur Trockentäler (s. Abb. 1).
Die heutige Brenz stellt den Unterlauf der großen Ur-Brenz dar, deren Gewässersystem
sich zusammen mit jenem von Ur-Lone und Ur-Eger vermutlich
im Miozän entwickelte. Das Einzugsgebiet der Ur-Brenz reichte damals bis
weit nach Norden zum Fränkischen Schild nördlich von Schwäbisch Hall. Mit
dem Einbruch des Rheingrabens gruben viele Rheinzubringer den zur Ur-Ih.
Ges. Naturkde. Württ. 145 (1990}