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JÜRGEN TRAUTNER
Abax carinatus Drrt., Dromius angustus BRUL. und Dromius schneideri CROTCH.
Anschließend wird die Fauna der Teilgebiete kurz beschrieben. Die untersuchten
Flächen weisen z. T. eine differenzierte Laufkäferfauna mit anspruchsvollen
Arten auf. Gegenüber strukturell ähnlichen Biotopen außerhalb der Stadt
sind sie jedoch (z.T. erheblich) artenärmer, insbesondere fehlen große und
flugunfähige Arten. Die Ursachen hierfür sind komplex, von besonderer Bedeutung
sind sicherlich Nutzungseinflüsse und Isolationswirkungen in Zusammenhang
mit der historischen Entwicklung und dem Artenpotential im
Naturraum und lokalen Umfeld. Dies wird einerseits am Beispiel von
Reliktvorkommen einzelner Arten der ehemaligen Landschaft und andererseits
an der fehlenden Besiedlung von sekundär gehölzdominierten Flächen
ohne Anbindung ans Umland erläutert. Als innerstädtische Grünflächen sind
insbesondere Rosensteinpark und Unterer Schloßgarten von örtlicher Bedeutung
für den Arten- und Biotopschutz von Laufkäfern, sie weisen allerdings
geine über den Raum Stuttgart hinaus besonders bedeutsamen Artenvorkommen
auf, Abschließend werden Hinweise für Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen
gegeben.
i. Einleitung
Im Rahmen der Vorbereitungen zur Internationalen Gartenbauausstellung
(IGA) 1993 wurden vom Gartenbauamt der Stadt Stuttgart“ Untersuchungen
zu verschiedenen Tiergruppen in Auftrag gegeben, um Artenbestand und mögliche
Bedeutung von Flächen im Einflußgebiet der Planung zu dokumentieren.
Hierbei fanden auch Laufkäfer Berücksichtigung. Die Ergebnisse dieser und
unabhängig davon bereits früher im Rosensteinpark durchgeführter Erhebungen
werden im folgenden dargestellt. Die Arbeit ist nicht in eine ‚Ökologische
Voruntersuchung‘ zur IGA-Planung eingebunden und ohne Einfluß auf
laufende oder bereits abgeschlossene Maßnahmen, auf die sie auch nicht im
Sinne einer Eingriffsbeurteilung Bezug nimmt.
Neben wenigen Hinweisen in alten Faunistiken oder Einzelfunden verschiedener
Sammler lagen. bisher keine Daten zur Laufkäferfauna des engeren
Stadtgebiets von Stuttgart vor. Auch fehlt für Südwestdeutschland bisher die
Beschreibung einer großstädtischen Laufkäferfauna. Hierzu soll die vorliegende
Arbeit einen Beitrag liefern.
Entsprechend dem von der Planung betroffenen Gebiet und den zur Verfüzung
stehenden Mitteln schien eine weitestgehende Beschränkung der Untersuchung
auf Parks und parkähnliche Gebiete sinnvoll. Von besonderem Interesse
hinsichtlich der Laufkäferfauna sind darüber hinaus jedoch die
verschiedenen, z.'I. großflächigen Ruderalbiotope (z.B. Nord- und Güterbahnhof)
im Stadtgebiet, die noch gesondert bearbeitet werden sollten.
* Unter Förderung des Ministeriums für Umwelt Bad.-Württ. und in Koordination
durch das Institut für Landschaftsplanung der Universität Stuttgart.
Ih. Ges. Naturkde. Württ. 146 (1991)