Volltext: Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 147, 1992)

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WOLFGANG SCHÜTZ 
Potummogeton x decipilens SC LTE 
Badensee bei Kressbronn 
Abb. 1: Potamogeton x decipiens NOLTE aus dem Bodensee bei Kreßbronn. 
werk am Rhein zugeführt wird. Die Sichttiefe ist gering, der Gehalt an organi- 
schem Material entsprechend hoch. Der Zutritt von Grundwasser erreicht erst 
500 Meter nach dem Fundort größere Ausmaße. Immerhin wird durch die Be- 
gleitarten Potamogeton friesii und Ranunculus circinatus, die ebenfalls erst hier 
einsetzen und im weiteren Verlauf deutlich zunehmen, ein leichter Rückgang 
der Trophie angezeigt. 
Beschreibung: Pflanzen wenig verzweigt, Stengel knickig hin und hergebo- 
gen. Blätter etwas durchscheinend, in der Mitte mit 6 etwas hervortretenden 
Nerven, bis zu 2cm breit und 10cm lang, sitzend oder manchmal auch sehr 
kurz gestielt und durchweg fast parallelrandig. Blattspitze stumpf und manch- 
mal etwas zusammengezogen, Blattrand gezähnelt. Blatthäutchen hellgrün, bis 
3,5 cm lang und wesentlich breiter und derber als die Blatthäutchen der Kress- 
bronner Pflanzen. Blüten waren nicht vorhanden. Stengelquerschnitte, etwa 
im mittleren Teil der Pflanze durchgeführt, ergaben folgendes Bild: 1—2reihige 
Epidermis, keine subepidermalen, aber eine Reihe von Rindenbündeln. Im 
Zentralzylinder sind 6 Leitbündel vorhanden, die Endodermiszellen, ähnlich 
wie die von P. Iucens, stark u-förmig verdickt. 
Obwohl die morphologischen und anatomischen Unterschiede der beiden 
Sippen recht groß sind, müssen sie beide als Nachkommen von Poramogeton 
Iucens und P. perfoliatus angesehen werden. Eine Beteiligung von Potamogeton 
praelongus an der Sippe im Rheingießen könnte vermutet werden, da die Pflan- 
Ih. Ges. Näturkde, Württ. 147 (1992)
	        
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