a Jh. Ges. Naturkde. Württemberg L 152. Jahrgang ] Stuttgart, 15. Dezember 1996 |
Beziehungen zwischen epiphytischen Flechten und
Umweltfaktoren (unter besonderer Berücksichtigung von
Immissionen) im Mittleren Schwarzwald
Von CHRISTIAN STORM, Darmstadt
Mit 20 Abbildungen und 5 Tabellen
nahal:
1. Einleitung
2. Das Untersuchungsgebiet
2.1 Allgemeines
2.2 Immissionssituation und Stoffeinträge
Methoden
3.1 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstandes
3.2 Auswahl der Probeflächen
3.3 Erhebung der Parameter
3.4 Statistische Auswertung
Allgemeine Charakterisierung der Probeflächen
Ergebnisse
5.1 Gesamtdeckung
5.2 Hypogymnia physodes
5.3 Bryoria spp.
5.4 Usnea spp-6.
Diskussion
7. Zusammenfassung
1. Einleitung
Das Vorkommen vieler Flechtenarten ist seit einigen Jahrzehnten rückläufig,
mit teilweise dramatischen Abnahmen an Häufigkeit und Vitalität
(WıirTH 1995). Selbst in emittentenfernen Gebieten wie dem Schwarzwald
wurde eine beträchtliche Verarmung der Flechtenvegetation festgestellt
(WIRTH 1988). Neben einer Intensivierung der Landnutzung sind vor allem
Luftschadstoffe für diese Einbußen verantwortlich. Da eine artspezifisch
abgestufte Empfindlichkeit gegenüber wichtigen Luftschadstoffen besteht,
eignen sich Flechten sehr gut als Bioindikatoren (z. B. ARNDT et al. 1987,
Ruoss et al. 1992).
Neben experimentellen Studien und der Betrachtung zeitlicher Veränderungen
können Untersuchungen räumlicher Muster Aufschluß über die
Rolle von Immissionen für den Flechtenbewuchs geben. In der direkten
Jh. Ges. Naturkde. Württ. 152 (1996)