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Jh. Ges. Naturkde. Württemberg
152. Jahrgang l Stuttgart, 15. Dezember 1996 ]
Abhandlungen
Der Nusplinger Plattenkalk (Weißer Jura) —
Grabungskampagne 1995
Von GERD DIETL, MARTIN KaAPITZKE, MARKUS RIETER,
GÜNTER SCHWEIGERT., alle Stuttgart und RoLF HUuGGEeR, Albstadt
Mit 1 Abbildung und 6 Tafeln
Zusammenfassung
Die 1995 im Nusplinger Plattenkalk (Weißer Jura C, Ober-Kimmeridgium)
durchgeführten Grabungen waren sehr erfolgreich. Es wurden bei den Pflanzen ausgezeichnet
erhaltene Cycadopteris-Wedel gefunden. Erstmals konnte mit Baiera ein
Gingko-Gewächs nachgewiesen werden. Unter den Crustaceen ist besonders der
Fund eines Heuschreckenkrebses der Gattung Sculda erwähnenswert. Eine spezielle
Schicht lieferte zahlreiche Seeigelfunde einer wahrscheinlich neuen Art und viele
kleine Knochenfische, überwiegend der Gattungen Anaethalion und Tharsis, in ausgezeichneter
Erhaltung. Die herausragenden Funde der Grabung 1995 waren jedoch
eine große, sehr gut erhaltene Squatina („Meerengel“) und 3 Crossopterygier (Quastenflosser).
Vorwort
Seit Beginn der Grabungen im Jahre 1993 sind nunmehr 3 Jahre vergangen.
Im ersten Grabungsbericht (DIETL et al. 1995 b) wurde über den Erfolg
der Grabungen von 1993 und 1994 berichtet. Der hier vorgelegte Bericht
betrifft ausschließlich die Grabungskampagne von 1995. Die auf den
Tafeln abgebildeten Fossilien sind allerdings teilweise Funde von 1994, deren
Präparation erst 1995 durchgeführt werden konnte. Die Grabungsmannschaft
und das Präparationsteam sind 1995 unverändert geblieben.
Die ersten 3 Veröffentlichungen über die neuen Grabungen im Nusplinger
Plattenkalk sind 1995 erschienen.
Dank
Die Unterstützung von verschiedenen Seiten war auch im Jahre 1995 sehr groß.
Viele der schon in DIETL et al. (1995 b) erwähnten Institutionen und Personen unterstützten
uns auch 1995. Ihnen sei hier pauschal gedankt. Zusätzliche Hilfe kam
1995 von der Landesgirokasse Stuttgart und dem Förderverein des Naturkundemuseums
in Stuttgart mit einer sehr großen Geldspende, von der ein Mini-Bagger erworben
werden konnte, der vorrangig in Nusplingen eingesetzt werden soll. Bei der
Beschaffung der Spenden waren besonders F.-H. EPPING und H.-J. NIEDERHÖFER,
beide Stuttgart, behilflich. Zum Betrieb des Baggers gaben die Firma GRrRoz-'h.
Ges. Naturkde. Württ. 152 (1996)