a Jh. Ges, Naturkde. Württemberg | 152. Jahrgang | Stuttgart, 15. Dezember 1996 1
Archosaurier-Trittsiegel aus dem Stubensandstein (Obere
Trias, Nor) von Württemberg (Süddeutschland)
Archosaur footprints from the Stubensandstein (Upper
Triassic, Norian) of Württemberg (South Germany)
Yon FRANK-OTTO HADERER, Aichwald
Mit 2 Abbildungen und 1 Tabelle
Summary
A short review on the findings of archosaur footprints from the Stubensandstein
of Württemberg (South Germany) is given and the reasons of their geographic diseribution
are discussed.
l. Einleitung
Die vergangenen Jahre haben mehrere Funde von Archosaurier-Trittsiegeln
aus dem Stubensandstein erbracht. Diese werden in dem hier vorgelegten
kurzen Rückblick auch im Zusammenhang mit älteren Funden zusammengefaßt
und bewertet (Tabelle 1 und Abb. 1). In die Zusammenfassung
einbezogen werden nur Funde, welche sich eindeutig als fossile Fährtenreste
bestimmen lassen und sicher dem Stubensandstein zugeordnet
werden können (vgl. auch HADERER 1988:2). Alle Funde sind als erhabene
Ausfüllungen auf der Unterseite von Sandsteinbanken erhalten.
2. Rückblick auf die Funde
Alle wesentlichen Funddaten und Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt.
Das Veröffentlichungsjahr datiert in der Regel ein bis zwei Jahre
nach dem Fundzeitpunkt und gibt so einen Überblick. Werden alle Funde
im Zusammenhang betrachtet, so kann die bei der ersten Beschreibung angewandte
offene Namensgebung teilweise aufgegeben werden. Eindeutig
differenziert werden muß bei den grallatoriden Fährtenresten. Es können
aufgrund des jeweils immer noch relativ geringen Materials keine Fährtenarten
definiert werden, aber es sind eindeutig drei unterschiedliche Typen
der Fährtengattung Grallator (Grallator) sp. im Stubensandstein unterscheidbar:
Relativ kleine Trittsiegel mit subparallelen Zehen II und IV und einer
sehr langen Mittelzehe II, welche mit einem Procompsognathus-ähnlichen
Theropoden korreliert werden können (Abb. 1: A).
'h. Ges. Naturkde. Württ. 152 (1994)