Volltext : Jahreshefte der Gesellschaft für Naturkunde in Württemberg (Bd. 155, 1999)

| Jh. Ges. Naturkde. Württemberg L 155. Jahrgang L Stuttgart, 15. Dezember 1999 |

Der Nusplinger Plattenkalk (Weißer Jura E) —
Grabungskampagne 1998

Von GERD DieTL, OLGA DieTL, MARTIN Kapıtrzke, Markus RIETER,
GUNTER SCHWEIGERT, GUNNAR BANTEL, alle Stuttgart
und RoLr Huccer, Albstadt

Mit 1 Abbildung und 4 Tafeln

Zusammenfassung

Im Jahr 1998 wurde im alleruntersten Plattenkalk des Egesheimer Steinbruchs gegraben.
 Dabei wurde erstmals auf einer größeren Fläche das Unterlager erreicht. Da
relativ wenig gegraben wurde, blieb die Zahl der Fossilfunde recht klein. Dennoch
kamen einige interessante Funde ans Tageslicht, darunter eine kleine Squatina, ein
sehr seltener kleiner Hai der Gattung „Synechodus“, einige vollständige Krebse der
Gattung „Palaeopolchyeles“, ein schönes Exemplar des Panzerkrebses Eryma punctata
 und ein Kiefer des Meereswurms Eunicites. Mikrofazielle Untersuchungen an
ausgewählten Gesteinsproben des Nusplinger Plattenkalks lieferten den ersten Nachweis
 von Coccolithophoriden, „Calcisphaeren“ und anderen Mikrofossilien.

Vorwort

Die Grabungen im Nusplinger Plattenkalk gingen 1998 ins 5. Jahr (DıeTtL
et al. 1995, 1996, 1997, 1998). Wie schon 1997, so mußte auch 1998 die
Grabungstätigkeit stark reduziert werden. Dies geschah allerdings zugunsten
 der Präparation und kam damit besonders der wissenschaftlichen Auswertung
 der Funde zu Gute. Durch diesen Präparationsschub konnten zahlreiche
 Fossilfunde im Rahmen des DFG-Projekts „Nusplinger Plattenkalk“
jetzt ausführlich untersucht und sogar schon teilweise publiziert werden.

Dank

Als Grabungshelfer waren Dr. R. BÖTTCHER, H. Dıert., J. Dıier., alle Stuttgart, A.
ILG, Düsseldorf und A. SCHERZINGER, Immendingen-Hattingen, tätig. H.-U. FLUGGE,
F.-H. ErPinc, O. Maass und A. ApDorr, alle Stuttgart, waren beim Aufbau des Grabungszeltes
 behilflich. P. RızpDerıe, H.-U. FLüGGE und E-H. Errınc, alle Stuttgart,
halfen bei der Gewinnung von Gesteinsplatten, aus denen Dachplatten für eine Hütte
 zur Präsentation von Nusplinger Fossilien unter UV-Licht hergestellt werden sollen.
 Bei der Betreuung von Exkursionsteilnehmern waren die Eheleute I. u. B. Russ,
Nusplingen, besonders engagiert. B. Russ war zusätzlich für die Fundstellenüberwachung
 verantwortlich. Frau R. HArımnc, Stuttgart, führte in gewohnt guter Qualität
 einen großen Teil der Fotoarbeiten für Publikationen und Vorträge aus. O.
Maass und C. WımmMEer, beide Stuttgart, präparierten wichtige Fischfunde aus dem

Ih. Ges. Naturkde. Württ. 155 (1999)
            
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