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Zur Verbreitung mehrerer Käferfamilien in
Fließgewässern Nordwürttembergs
(Coleoptera: Haliplidae, Dytiscidae, Gyrinidae, Hydraenidae, Hydrophilidae
exclusive Sphaeridiinae, Dryopidae)
Von Harald Buck, Stuttgart
Die nachstehende Zusammenstellung ist eines der beiläufigen Ergebnisse
meiner vom Regierungspräsidium Nordwürttemberg aus durchgeführten
gütemäßigen Flußwasseruntersuchungen; sie bildet eine
zwanglose Fortsetzung der im Vorjahr an dieser Stelle veröffentlichten
Arbeit über die Verbreitung anderer niederer Süßwassertiere, Die ausdrückliche
Beschränkung im Titel auf „Fließgewässer‘ soll den fragmentarischen
Charakter vorliegender Ausführungen betonen, die nicht
als Neubearbeitung der von Der Trarpenschen Käferfauna anzusehen
sind. Von Berichtigungen und Bezugnahmen auf Angaben der Fauna
bzw. deren Niederschlag in Horıons „Faunistik‘ und „Verzeichnis”
habe ich deshalb, außer in wenigen krassen Fällen, vorerst Abstand genommen,
Als Fernziel halte ich eine solche Neubearbeitung der Käfer
Württembergs für sehr dringend und wünschenswert und möchte die mir
hier gebotene Gelegenheit wahrnehmen, faunistisch arbeitende Kollegen
zur Mitarbeit anzuregen.
Als Leitformen für den Grad organischer Verschmutzung sind die
meisten Wasserkäfer fast ohne Bedeutung. Eine Ausnahme machen indessen
unter den Dryopidae die Helminthinae, die wohl als die verläßlichsten
makroskopischen Indikatoren oligosaprober, d.h. äußerst
geringfügig belasteter Gewässer gelten können.
Die relativ kleine Artenzahl, über die ich nachstehend Angaben
mache — 67 gegenüber 190 unter obigen Familien bei von DER TRAPPEN
verzeichneten —, ist dadurch bedingt, daß in den meisten Familien
(Haliplidae, Dytiscidae, Gyrinidae, Hydrophilidae) die Mehrzahl der
Vertreter an Gewässern des stagnierenden Typus gebunden sind.
Als Angaben über die Häufigkeit habe ich die Bezeichnungen e = vereinzelt,
z = zahlreich, zz = massenhaft auftretend beibehalten. Für die hier ausschließlich
behandelten Käfer vermag ich diese Angaben noch zu präzisieren: e = 1—3,
z = 3—8, zz = 9 und mehr an einem Fundort gefangene Exemplare, wobei unter
Fundort meist nur ein wenige Meter langer Gewässerabschnitt zu verstehen ist.
Die Fundzeiten werden durch die Monatszahlen 1 bis 12 angegeben, in Verbindung
mit den Buchstaben A für Anfang (1. bis 10. Tag), M für Mitte (11. bis
20. Tag) und E für Ende (21. bis Schluß). Monatszahlen ohne Buchstaben besagen,
daß Funde aus allen Monatsdritteln vorliegen, während Monatszahlen in
Klammern nicht genau datierbare Funde bezeichnen.