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Kleine Mitteilung
Beobachtungen an Amphimallon atrum Hast.
Über diesen westeuropäischen Juni-Käfer schreibt Horton ausführlich
in seiner „Faunistik“ VI 207/209. Da der Käfer in diesem Jahr bei Oberkochen
(Ostalb) in Menge auftrat, und zwar nur 15 Minuten von meiner
Wohnung entfernt auf einer trockenen, zum Teil schon gemähten Wiese
unterhalb des Tiersteins, kann ich Horıion’s Meldungen im Nachstehenden
ergänzen:
Zuerst beobachtete ich die Käfer am 7. Juli gegen 10 Uhr vormittags bei
ziemlich kühlem Wetter und meist bedecktem Himmel, wie sie zwischen den
Halmen und auf dem bereits gemähten Streifen dicht über dem Boden
schwärmten. Auch eines der bräunlich-gelben ©®, von zwei SS umklammert,
wurde an einem Grashalm dicht am Boden gefunden. Die Flugzeit war
gegen Mittag beendet. — Die nächsten Tage brachten schönes, warmes
Wetter, und die Käfer schwärmten in großer Zahl (viele hundert); stellenweise
war auch die kleine. Homaloplia ruricola F. darunter. — Trotz aller
Mühe gelang es nicht, ein weiteres 9 zu finden. Die d 6 fliegen sehr unstet;
wenn sich auch manchmal mehrere im Gras niederließen, so saß dort noch
lange kein 9. Wahrscheinlich hatte der Hauptbegattungsflug schon früher im
Jahr stattgefunden und war von mir nicht bemerkt worden. Auch an den
warmen Tagen war vor 10 Uhr vormittags kaum ein Käfer zu sehen. Zwischen
6 und 7 Uhr vormittags, wenn die ersten Sonnenstrahlen die Wiese
trafen, rührte sich nichts außer einigen Kleinschmetterlingen. Aber auch in
den Abendstunden zwischen 17 und 18 Uhr war nichts zu sehen an den
gleichen Stellen, an denen am Vormittag die Käfer in Menge vorhanden
waren. Am 10. Juli flogen trotz unverändert schönen Wetters nur noch
wenige Käfer; ihre Erscheinungszeit war offenbar abgelaufen.
Walter Liebmann, Oberkochen