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einander mitzuteilen, und sie im gegenseitigen Austausch der Ansichten
zu prüfen und zu klären. Anfänglich war als Zeitpunkt für
die Hauptversammlung der 1. Mai festgesetzt worden, aber da der
Wonnemonat oft ein sehr unfreundliches Gesicht macht, so litt unter
seiner Ungunst der Besuch der Versammlungen. Im Jahre 1852
wurde deshalb der Termin für dieselben auf den 24. Juni, den
Johannistag, verlegt, und so ist es im wesentlichen bis heute geblieben.
Alljährlich wurde diese Versammlung abgehalten mit Ausnahme
des Jahres 1848, wo sie der politischen Ereignisse wegen
ausfiel, und i. J. 1866 konnte sie erst am 4. Oktober stattfinden.
Diese Hauptversammlungen mit ihren Vorträgen und kleinen Ausstellungen
haben immer ungemein anregend gewirkt, und auch zur
Erhöhung des Mitgliederstandes viel beigetragen.
Dasselbe gilt auch von den wissenschaftlichen Zusammenkünften,
welche schon von der Begründung des Vereins an in den Wintermonaten
in Stuttgart abgehalten wurden, um den Mitgliedern Gelegenheit
zu verschaffen, ihre eigenen Beobachtungen mitzuteilen
oder Berichte über interessante Entdeckungen und Forschungen zu
geben. Mit der Zeit wurden diese Vorträge auch den Damen der
Mitglieder teilweise zugänglich gemacht, bis sie endlich ganz und
gar den Charakter populärer naturwissenschaftlicher Vorträge annahmen,
und in dieser Form viele Jahre hindurch, bis 1890, die
Mitglieder und ihre Damen zu einem dankbaren Zukörerkreis vereinigten.
Inzwischen hatte man aber wiederum auf die ältere Gepflogenheit
zurückgegriffen und die ursprünglichen wissenschaftlichen
Vereinsabende wieder eingerichtet; sie werden seit November 1885
wieder in Stuttgart abgehalten und finden jetzt regelmässig einmal
monatlich mit Ausnahme der Sommermonate statt. Über die Vorträge,
welche bei diesen wissenschaftlichen Abenden gehalten werden,
erscheint ein kurzer Bericht in unserer Vereinszeitschrift, ebenso
wie auch über die Verhandlungen des Oberschwäbischen und des
Schwarzwälder Zweigvereins.
So, wie ich es hier zu skizzieren versucht habe, steht heute
unser Verein für vaterländische Naturkunde da. Am Ende unseres
Rückblickes dürfen wir unserer Freude und Befriedigung Ausdruck
geben über das, was der Verein erreicht hat, über das, was er, seinen
Kräften angemessen, zum Nutzen des Vaterlandes gewirkt hat. Sein
bisheriger Erfolg giebt uns eine Bürgschaft dafür, dass seine Bestrebungen
auch in Zukunft keine nutzlosen sein werden. Und wie
könnten wir auch diese Zuversicht nicht haben! Sind wir doch der