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seiner Magnifizenz dieses Buch, das typographisch vorzüglich
hergestellt, durch seinen wertvollen kultur- und kunsthistorisch-Inhalt
Sie in Mussestunden erfreuen möge.
Nachdem ich nunmehr für die Hochschule gesprochen habe,
wende ich mich an Sie als Inhaber des Lehrstuhles für Metallkunde
ebendieser Hochschule. Sie haben ihr Vertrauen entgegengebracht,
indem Sie Ihren Sohn Helmut dort studieren liessen
und im besonderen mir zur Anfertigung seiner Diplomarbeit anvertraut
haben. Als deren Thema haben wir eine Aufgabe vereinbart,
die sich leicht aussprechen liess, die Entwicklung einer
Uhrenfeder, Wenn sie gelöst wurde, so gehörte dazu eine gute
Portion Glück. Ausgehend von älteren Erfahrungen, über die ich
verfügte, hat Ihr SohnEisen-Kobalt-Legierungen mit Zusätzen
üritter Stoffe auf ihre Eigenschaften hin untersucht. Auf Grund
dieser Vorversuche haben wir eine Legierung ausgewählt, die
dann in Ihrem Werk Lehengericht fertigungsreif entwickelt worden
ist. Wir danken in dieser Stunde Herrn Direktor Hauff sehr
herzlich für seine überaus wertvolle Hilfeleistung. Die neue
Legierung erwies sich tatsächlich als eine gute Feder, die sich
mit den besten bisher bekannten messen kann.
Es ist nun ein schöner alter Brauch, dass die Kinder Ihren
Eltern an hohen Festtagen mit einer Handarbeit erfreuen. In
diesem Sinne überreiche ich Ihnen, lieber Herr Junghans, diesen
schmalen Band, der die Geschichte der Entwicklung der Kronjuwel-Feder
enthält, Es ist kein Geschenk, das in einem Laden leichthit:
für Geld erstanden worden ist, sondern eine richtige Kopf- und
Handarbeit, die Ihr Sohn und ich ausgeführt haben. Zudem hat
sie den Vorzug, dass sie während des Vollzuges immer auf den
Beschenkten bezogen worden ist...
Ich habe gesprochen. Ich wünsche Ihnen, lieber Herr Junghan:
auf lange Sicht gute Gesundheit und -—- was noch wichtiger ist,
wenn wir mutig die Stunde ins Auge fassen, da die Uhr, die wir.
wo wir gehen und stehen, mit uns tragen, zu schlagen aufhört —
den Frieden des Herzens.