Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 1-2, 1845-1846)

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die Gase eingetheilt hat und zwar den physiologischen, den rein 
empirischen, den physikalischen, wonach sie in permanente, co&r- 
cible und beständige zerfallen und das chemische Prinzip, dem 
zufolge sie von Thenard in Zünd-, Brenn- und Löschgase , von 
Ure aber in brennbare, nicht brennbare, jedoch von.Kali absor- 
birbare und in weder brennbare, noch von Kali absorbirbare ein- 
getheilt werden, bemerkte aber dabei, dass keiner von allen diesen 
Grundsätzen bei dem jetzigen Umfang der bekannten Gase zu 
ihrer Classificirung ganz geeignet wäre ‚und theilte daher ein 
physikalisch-chemisches Eintheilungsprincip mit, das sich auf die 
Eigenschaft gewisser Elemente gründet, an sich gasarlig zu sein 
und auch andere gasartig zu machen, ‚oder wenigstens für sich 
Gasnatur zu haben, oder an sich zwar immer fix zu sein, aber 
fähig durch die erstern gasarlig, zu werden, WUnterscheide man 
nun, fügte er hinzu, die Metalloide von den Metallen, so er- 
halte man 5 Classen, welche 1. Stammgase, 2. Metalloidhalbgase, 
3. Metallhalbgase, 4, Metalllehngase, 5. Metalloidlehngase heissen 
könnten und gegen 40 Elemente als Gattungsrepräsentanten ent- 
hielten; auch lasse sich, wie bei der Mineralogie, ein Abschnitt 
von gemengten Gasen aufstellen und das gesammte pneuma- 
tologische Fach entweder mit dem- mineralogischen der 2 an- 
dern naturhistorischen Fächer, oder (wenn es auch die künst- 
lichen Gase aufnähme) allen 3 Fächern gegenüber stellen. Zum 
Schluss wies Z. endlich auf den Nutzen hin, der tiheils für die 
Pneumatologie selbst, theils für verschiedene anderen Zweige 
der Naturwissenschaft (Physik, Chemie, Meteorologie, Geologie 
und Physiologie) und ihre (technische, pharmaceutische und me- 
dicinische) Anwendungen aus der Behandlung der Gase, als Ge- 
genstände eines besondern naturhistorischen Fachs hervorgehen 
würde. 
XMEWV, Prof.Dr.Xurr sprach über einige weniger bekannte 
Gebirgsartendes Schwarzwäldes, wobei er hervorhob, dass 
der Gneuss das Hauptgestein des südlichen und westlichen Schwarz- 
waldes, der bunte Sandstein das des östlichen Antheils ausmache 
und dass der Granit hauptsächlich in drei Parthieen, einer süd- 
lichen, mittlern oder östlichen und einer‘ nördlichen auftrete, 
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