Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 1-2, 1845-1846)

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Hervorbringungen unerschöpflichen Kraft an die Hand geben und 
so das wissenschaftliche Interesse anregen, oder, indem sie die 
Richtung auf die Praxis des Menschenlebens einschlagen, sich 
den „materiellen Interessen,“ diesem grossen Thema für die Be- 
sprechungen der Gegenwart, zukehren. 
Indessen war es die Ansicht Ihres Auschusses, dass die 
nachfolgende, ursprünglich für das erste Heft unserer Vereins- 
schrift bestimmte Mittheilung nicht ohne einige Beziehung auf den 
gemeinsamen Zweck unseres Vereins etwas früher, als durch den 
Druck, auf diesem Wege zu Ihrer Kenntniss gebracht werden 
sollte, da es. der Anfang eines jeden Unternehmens sein. muss, 
sich zuerst auf dem Standpunkte zu orientiren, von welchem aus 
man seine Operationen mit Sicherheit beginnen ‚will. 
Schon in früheren Zeiten wurde von der württembergi- 
schen Regierung das Bedürfniss erkannt, die natürlichen Ver- 
hältnisse des Landes. näher erforschen und Materialien zu einer 
Bearbeitung seiner natürlichen Geschichte sammeln zu lassen, We- 
nigstens beginnt Johann Jac, Moser (würlttemb. Bibliothek 1796. 
Ate Aufl.) den Abschnitt: „Von denen die würltembergische natür- 
liche Beschaffenheit und Geschichte angehenden Schriften“ S, 405. 
mit‘ der Notiz: „Es ist schon vorlängst ein hochfürstl. Befehl 
sowohl an die academische Facultät zu Tübingen, als auch an alle 
Physicos und Practicos in dem Lande ergangen, die historiam na- 
turalem patriae besser zu excoliren, der aber nicht aller Orten 
behörigen und wohl zu wünschenden Effect thut“, und belegt diess 
auch noch durch eine Bemerkung Sattler’s in der Vorrede zu 
seiner historischen. Beschreibung des Herzogthums. Württemberg: 
„dass die medicinische Facultät und die Stadt- und Amtsphysici 
den /Reichthum der Schätze der Natur, womit der Höchste die- 
ses Herzogihum, gesegnet, noch lange nicht erschöpft haben.“ 
Andere Bestrebungen Einzelner, zum Theil höheren Ortes ver- 
anlasst, von welchen Moser weiter redet, blieben. vereinzelt und 
an Umfang‘ und Bedeutung untergeordnet, oder geriethen sie ins 
Stocken oder giengen zu Grunde. Nicht mehr Erfolg halte auch 
die aus Anlass der Medicinalorganisation von 1814 den
	        

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