Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 1-2, 1845-1846)

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Hauptgrundlagen rationeller Landwirthschaft bildet , als ein wesent- 
licher Theil unter die Berufsgegenstände dieses Institutes auf- 
genommen wurde. Diesem gemäs‘ geruhte der erhabene 
Gründer des landwirthschaftlichen Vereins besonders 
auch die Anlegung einer Sammlung vaterländis cher 
Naturproducte durch die Centralstelle des land- 
Wirthschaftlichen Vereins anzuordnen und derselben einen 
Theil der ehemaligen Menageriegebäude einzuräumen. Diese 
Sammlung, welche wir als eine der erwünschtesten Grundlagen 
auch für unsere Bestrebungen zu schätzen und anzuerkennen 
haben, ist im Laufe einer gesegneten Regierungsperiode, deren 
belebender Einfluss auch auf diese Bestrebungen sich erstreckte, 
nach und nach zu einem Umfang und einer Vollständigkeit gelangt, 
welche nah und fern laute Anerkennung erfahren durften. 
Dankbare Anerkennung verdienen in dieser Beziehung die Bemü- 
hungen des Hrn. Geheimeraths v. Hartmann, früheren Präsidenten 
der Centralstelle des landwirlhschaftlichen Vereins, welcher 
namentlich durch das Geschenk seiner bedeutenden ornithologi- 
schen Sammlung gewissermassen den Grundstein zu dem Cabinet 
der Naturproducte Württembergs gelegt hat. 
Ueber den Bestand desselben, der seit den letzten 10 Jahren 
sich noch mehr erweiterte, ist zum erstenmal eine öffentliche 
übersichtliche Darstellung‘ in der „Beschreibung von Stuttgart 
hauptsächlich nach seinen naturwissenschaftlichen und medieini- 
schen Verhältnissen, Eine Festgabe der Stadt Stutigart für 
die Mitglieder der 12ten Versammlung der deutschen Natur- 
forscher und Aerzte zu Stutigart 1834.“ S. 82 gegeben worden. 
Es dürfte vielleicht manchem unserer Mitglieder nicht unerwünscht 
seyn, über dessen Bestand auch hier eine kurze Mittheilung zu 
vernehmen. Die Säugethiere sind, mit Ausnahme weniger Num- 
mern, vollständig; weniger die Vögel sammt Eiern und Nestern; 
die Replilien, Fische, theils ausgestopft, theils in Weingeist, voll- 
ständig; ebenso die Weichthiere; die Insecten, Arachniden und 
Crustaceen sind in 10,000 Exemplaren: und 3670 Arten zum 
überwiegend grösseren Theile vorhanden, und von Anneliden und 
Helminthen ein Anfang gemacht. Die phänogamische Flora’ ist 
in‘ dem Würltembergischen Herbarium vollständig, ‚wozu noch eine 
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