Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 1-2, 1845-1846)

ja 
umfassende carpologische Sammlung 1heils in natürlichen Samen 
und Früchten, theils in keroplastischen Nachbildungen der Obst- 
arten kommt. Die cryptogamische Flora ist in einzelnen Ord- 
nungen vorhanden. Die württembergische Geognosie, erst kürzlich 
durch eine Uebersichtssammlung der Formationen von Sr. K. 
Hoheit dem Kronprinzen vermehrt, ist vollständig , weniger 
die Petrefacten; ‚doch enthält die Petrefactensammlung viele 
seltene Stücke. Hiezu kommt noch eine Sammlung der Schichten- 
folgen von Wilhelmsglück, von mehreren Bohrlöchern, von dem 
Schramberger Versuchsbau, von der Braunkohle von Tuttlingen, 
von Formationen einzelner Gegenden, von Geschieben aus Ober- 
schwaben und einigen Flüssen, von den Basalten und Basalttuffen 
der Alp und von Kalkspatherystallen. 
Somit gibt dieses Cabinet einen Ueberblick über den Natur- 
reichthum eines, durch die Wassergebiete des Neckars, der schwä- 
bischen Donau und des Bodensees bezeichneten, demnach durch 
natürliche Grenzen gesonderten Gebietes von Südwestdeutschland. 
Ebenso war auch die Zeitschrift des landwirthschaftlichen 
Vereins, welche unter dem Titel: Correspondenzblatt des 
Kgl. württembergischen landwirthschaftlichen Ver- 
eins seit 1821 besteht, bis zu dem nun zu Ende gehenden 
Jahrgang‘ grösseren und umfassenderen Zusammenstellungen aus 
den Gebieten der vaterländischen Naturkunde, mit Einschluss der 
Climatologie, wie einzelnen Mittheilungen und Notizen, geöffnet. 
Auch das kgl. öffentliche Naturaliencabinett, nach- 
dem es, mit Errichtung der hohen Carlsschule ruhmwürdigen An- 
denkens aus einer Sammlung von Seltenheiten und Curiositäten 
hervorgegangen , unter der Leitung eines Kielmeyer, Kerner und 
Widemann seiner eigentlichen Bestimmung für die Wissenschaft 
übergeben worden war, fasste die Naturgeschichte des Vaterlandes 
als das zunächst Liegende und zunächst Ergreifbare ins Auge, 
und es enthält, wie schon die allgemeine Uebersicht seines In- 
haltes , die gleichfalls in der angeführten Schrift: „Beschreibung 
von Stuttgart 1834,“ von O. Med. Rath Dr. Jäger S. 79. mitge- 
theilt wurde, manches sehr Werthvolle (wie namentlich fossile 
Wirbelthierreste) aus dem Gebiete des Vaterländischen im Ver- 
eine mit dem Ausländischen, wie es auch in der Bestimmung 
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