Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 1-2, 1845-1846)

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und bei einigen Cystignathus. Ferner, obgleich man den Kröten 
gewöhnlich die Stimmblase abspricht, bei Breviceps, Engystoma, 
Bufo strumosus, Daud., Bufo aqua. Bufo pantherinus, Boie, vom 
Cap hat, wie die genannten Balrachier eine Stimmblase, die sich 
von der Kehle bis gegen das Schultergelenk erstreckt, aber das 
Ungewöhnliche zeigt, dass die Spalte in der Mundhöhle nur auf 
der rechten Seite sich findet neben der Zunge, parallel mit dem 
Unterkieferast. Doch bei Bufo variabilis, welche Art in unserer 
Gegend nicht selten angetroffen wird, zeigt die an der Kehle 
gelegene Stimmblase bald eine doppelte Mündung, bald nur eine 
einfache, sie kann auf der rechten oder auf der linken Seite 
fehlen; so könnten auch bei Bufo pantherinus individuelle Ver- 
schiedenheiten vorkommen. 
2. Es finden sich zwei Stimmblasen, eine an jeder Seite 
des Kopfs. Bei einigen Arten kommen sie, wenn das Thier 
schreit, als eine fast kugelförmige Blase hervor, bei andern Arten 
trelen sie nicht merklich hervor, es sind innere Stimmblasen, 
Die seitlichen Stimmblasen kommen bei verschiedenen Arten 
von Rana, von Cystignathus und von Hyla vor. Die weisse Blase 
von der Grösse einer kleinen Kirsche, welche bei dem gewöhn- 
lichen Frosch (Rana esculenta) sich an beiden Seilen des Kopfs 
zeigt, ist längst beschrieben worden, am Ausführlichsten in einer 
besondern Abhandlung von Gamper*), er hat aber die Eustachische 
Röhre für den Eingang in die Stimmblase angesehen. Diese Blase 
Iritt hinter dem Trommelfell hervor; füllt man sie mit Luft, so 
erhebt sich sogleich die auf der en!gegengeseizten Seite, da 
beide durch den unpaaren Sack unter der Zunge zusammen- 
hängen, Die beiden seitlichen Stimmblasen finden sich auch bei 
einigen Laubfröschen, so bei Hyla variegata, Daud. aus Suri- 
nam. Bei Rana fuscigula haben die beiden seitlichen Stimm: 
blasen eine ungewöhnliche Lage. Sie treten nemlich nicht hinter 
dem. Trommelfell._ hervor, sondern am Rande des Unterkiefers 
vor dem Mundwinkel. Ihre Grösse ist wie beim gewöhnlichen 
Frosch, und unter der Zunge hängen sie unler einander zusam- 
men. Es findet sich. eine Oeffnung auf jeder Seite des Bodens 
*) Gampers kleine Schriften I. Bd, 
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