Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 32, 1876)

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graphischen Charakter der durchschnittenen Landestheile anzu- 
legen war.“ 
Die natürlichen geographischen Verhältnisse d. h. die geo- 
gnostische Beschaffenheit des Untergrunds, die Formen, welche 
der Untergrund an seiner Oberfläche bildet, und als natürliche 
Consequenz dieser beiden Faktoren die Art der Wassersammlung 
in den verschiedenen Schichten bedingt naturgemäss die Art der 
Bahnanlage und bildet zugleich die natürliche Grundlage für die 
Beschreibung aller mit der Bahn zusammenhängenden Anlagen 
sowie mittelbar der Verhältnisse des Verkehrs und der Ergeb- 
nisse des Betriebs. 
In dem obenerwähnten hohen Erlass der K. Eisenbahn- 
Direktion vom 22, Juni 1870 wird bereits in Aussicht genommen, 
dass die begonnene Arbeit (Professor Fraas hatte nämlich da- 
mals schon einige zunächst privatim während der Bahnbauten in 
den sechziger Jahren gefertigte Profile vorgelegt) zugleich einen 
allgemeinen bleibenden Werth gewinnen werde. Sollte diese 
Aussicht sich realisiren, so musste darauf bedacht werden, die 
Profile zu verkleinern und denselben eine gewisse bequem zu 
handhabende Form zu geben. Zu dem Ende wurden verschie- 
dene Versuche gemacht und schliesslich der Längenmassstab 
von 1: 40,000 bei einem Höhenmassstab von 1: 4000 für den 
geeignetsten erachtet. Die Anwendung dieses Massstabs für die 
Zwecke des statistischen Büreaus wurde denn auch laut hohen 
Erlasses vom 28. Dezember 1872 in einer Mittheilung der K. 
Eisenbahn-Direktion gut geheissen. 
Von Seiten dieser Behörde sowohl als auch von Seiten des 
naturhistorischen Vereins wurde nunmehr der Wunsch einer Publi- 
kation der Profile ausgesprochen, verbunden mit einer geognosti- 
schen Bahnbeschreibung, welche eine Erläuterung des Profils 
lieferte. 
Zunächst handelte es sich um die Frage, welcher Massstab 
und welche Form des Profils für die Zwecke der Publikation 
am Geeignetsten wäre. Das Resultat mehrfacher Berathungen 
war schliesslich das vorliegende Profil, das sich im Längenmass- 
stab von 1: 50,000 an den Massstab unserer topographischen 
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