Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 32, 1876)

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unter denselben Verhältnissen stattfinden, eine Beobachtung auf 
die wir in der Folge noch zurückkehren werden. 
Keine Formation lässt sich mit solcher Leichtigkeit abgrenzen 
als die hier in Frage stehende. Nach dem Vorgange des Herrn 
Professor Dr. von Quenstedt kann man als unterstes Glied der- 
selben den sogenannten Tafelfleins der auf dem Costaten-Kalke 
aufliegt, und sich schon durch seine Härte unterscheidet, be- 
zeichnen, und von da an den Lias & rechnen. Besonders bequem 
wird aber dieser Horizont dadurch, dass gleich darauf die mäch- 
tigen Fucoidenschiefer sitzen, welche, wenn man auch den Fleins 
übersehen würde, sicher auffallen müssten. 
Die obere Grenze ist nicht in gleicher Weise allgemein 
gültig festzustellen, man muss vielmehr für jeden Ort dieselbe 
besonders bestimmen. Für Boll geben die oberen Fucoiden- 
Schiefer einen sicheren Horizont, dieselben finden sich jedoch 
nicht in Reutlingen und dort entscheidet dann wieder der Ge- 
steins-Charakter. 
Betrachten wir nun speziell die 
Lagerungsverhältnisse. 
Diese zeigen, wie schon oben erwähnt, in ihren Details 
ziemliche Variation; man ist daher genöthigt, für jede Aufschluss- 
stelle ein besonderes Profil aufzunehmen. 
Seiner beinahe horizontalen Lagerung wegen giebt zu diesem 
Zwecke 
Der Lias & Süddeutschlands 
das beste Untersuchungsmaterial. Nicht nur befinden sich die 
Schichten meist noch in annähernd derselben Lage, in welcher 
sie aus dem Wasser abgesetzt wurden, sondern sie sind hier 
durch unzählige Grabarbeiten an den verschiedensten Orten sehr 
gut und deutlich aufgeschlossen, was die Untersuchung der Schich- 
tenfolge und die Aufnahme genauer Profile bedeutend erleichtert, 
ich möchte sogar sagen allein möglich macht. 
Für die unteren Schichten lässt sich in 
Holzmaden 
ein sicherer und guter Durchschnitt aufnehmen, die oberen sind
	        

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