Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 32, 1876)

Zur Weichthierfauna der Schwäbischen Alb, 
Von Dr. D. F., Weinland 
in Hohen- Wittlingen. 
(Mit Tafel IV.) 
Unsere Württembergische Molluskenfauna gehört wohl zu 
den besser bekannten in Deutschland. Die systematische Bear- 
beitung derselben datirt schon aus dem Jahre 1818, wo unter 
dem Präsidium des verdienten Prof. Schübler in Tübingen ein 
Frankfurter Student Klees die bei Tübingen vorkommenden 
Mollusken beschrieb, aber leidegirrthümlich einige Württemberg 
fremde Arten aufnahm. Nachher hat Schübler für Memminger’s 
Beschreibung von Württemberg das erste Verzeichniss der Mol- 
lusken Württembergs überhaupt geliefert. Fast zu gleicher Zeit 
sammelte Kanzleirath Benz die Mollusken um Stuttgart mit 
vielem Fleiss (besonders auch die kleinen Pupa, Vertigo und 
Hydrobia), und G. von Martens, der bekannte, hochverdiente 
Botaniker, bei Ulm und im Blauthal. Er fügte die interessante 
Helix villosa aus den Ufergehölzen der Iller der Württembergi- 
schen Fauna zu und lieferte auch die ersten, freilich noch spär- 
lichen Notizen über die Mollusken unsrer Alb*) im Jahre 
1826 in der geographischen Zeitschrift Hertha, Band 6, S. 59 
u. d. f. Von ihm stammt das verbesserte Verzeichniss aller 
*) Er führt an: Von der Alb überhaupt: Helix yomatia; vom 
Blauthal: Helix lapicida, Bulimus radiatus , Pupa frumentum!, 
Clausilia parvula, Planorbis contortus und Pl. vortex ; ferner von der 
Brenz: Helix (Paludina) vivipara.
	        

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