Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 33, 1877)

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men mit Cidaris nobilis, Quenstedt, Erwiderung p. 869), ist 
also immerhin leitend für unser ß, aber eben nur für die Schwamm- 
facies (ß'); vergebens wird man in Schwaben in den wohlge- 
schichteten Kalken nach demselben fahnden. Nun aber habe 
ich vorhin diese Oppel’sche Eintheilung des Weissen nach Ammo- 
nitenzonen auch praktisch unbrauchbar genannt: mein einziger, 
aber wohl durchschlagender Grund hiefür ist die ausserordent- 
liche Seltenheit mehrerer jener Oppel’schen Leitammoniten in 
Schwaben. Wer mag nach einer Zone des „fransversarius“ 
suchen, wenn man vielleicht Jahr und Tag klopfen kann, bis 
man dieses Leitfossil endlich einmal zu Gesicht bekommt? Mit 
dem bimammatus steht’s aber nicht viel besser; in Schwaben 
wenigstens weiss ich ausser der Thieringer Gegend keinen Fund- 
platz für ihn. Lassen wir also Oppel sein ungeschmälertes Ver- 
dienst, wo sich’s um wissenschaftliche Vergleichungen des 
Weissen Jura handelt in den verschiedenen Ländern; bleibt es 
doch von höchstem Interesse, den fransversarius z. B. nicht nur 
in England und Frankreich, sondern namentlich auch in den 
Alpen als einen den unteren Schichten des Weissen ange- 
hörigen Ammoniten nachgewiesen zu haben, wie Oppel diess 
wirklich gethan und dasselbe auch vom fenwilobatus für die mitt- 
leren, vom steraspis für die oberen Lagen gefunden hat. Wo 
es sich aber um die geologische Beschreibung eines engeren 
Gebiets handelt, wird man gewiss besser thun, solche Petrefacten 
zu Leitmuscheln su stempeln, die in diesem Gebiet möglichst 
zahlreich vorkommen und doch zugleich an ein bestimmtes Lager 
fixirt sind. Für schwäbische Geologen und allermeist für An- 
fänger und Dilettanten unter ihnen, wird daher der Quenstedt- 
sche Sprachgebrauch von „Impressathonen, Korallenschichten, 
Krebsscheerenkalken“ etc. stets den Oppel’schen Zonen Vvorzu- 
ziehen sein. Daneben scheint es mir ohnedem naturgemässer, 
die Schichten speziell im Weissen mehr nach petrographischen 
als nach paläontologischen Charakteren zu bestimmen, wie dar- 
auf gleichfalls Quenstedt zum öfteren dringt (z. B. Jura p. 590. 
602; Erwiderung p. 868 und an and. Orten). Und dennoch, 
glaube ich, ist auch das Quenstedt’sche Alphabet in seiner der-
	        

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