Conrad Wachsmann
Fortführung des Projekts
3isher konnte auf beengtem Raum nur ein Teil der studentischen Arbeiten des
/ergangenen Wintersemesters gezeigt werden. Gegenwärtig wird ein erweiter-
es Ausstellungskonzept mit den lohnenden Originalplänen entwickelt. Neben
jem Werkbundmodell „Deutsches Holz“ sollen die Modelle des Vorgängers am
Neißenhof und der gebauten, inzwischen aber stark veränderten Kochenhof-
siedlung zum Vergleich einladen. Ein Katalog mit Beiträgen verschiedener Spe-
zialisten soll die theoretischen Hintergründe klären und das Siedlungsprojekt
xomplett mit Plänen und Modellfotos erläutern. Dazu allerdings bedarf es der
inanziellen Förderung.
Diese Ausstellung über das 2. Werkbundprojekt Stuttgarts, das vollständig in
Vergessenheit geraten ist, thematisiert die Entwicklung sowohl des Wohnens
als auch der Holzarchitektur im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts. In diesen
beiden Grundvektoren manifestiert sich die eigentliche Bedeutung des Projekts,
jas damals nicht gebaut werden durfte.
Die Ausstellung, an der auch der Oberbürgermeister, der Gemeinderat und das
Stadtarchiv großes Interesse zeigen, soll zunächst in Stuttgart gezeigt werden.
Daran anschließen könnte eine kleine Toumee mit Stationen im D.A.M, Frank-
urt, in der Akademie der Künste Berlin und am gta Zürich. Als weitere Ausstel-
ungsorte in Europa kämen etwa die Städte mit Werkbundsiedlungen in Betracht:
Nien, Prag, Brünn und Breslau.
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