Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 33, 1877)

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spitze und stumpfe in Uebergängen gemischt. Auch bei den 
fossilen Zähnen lässt sich die Abstufung von stumpfen zu spitzen 
Formen bei mehreren Arten nachweisen. Hiedurch wird die 
Bestimmung und Unterbringung unter ein bestimmtes lebendes 
Geschlecht sehr erschwert, aber doch die Zusammenfassung zu einer 
gemeinsamen Gruppe im Grossen und Ganzen unterstützt. Nur 
das Geschlecht Pristis kann wegen der mitvorkommenden Zähne 
aus der Säge abgesondert werden. Bei den übrigen Körner- 
Zähnen werden wir die allgemeine lateinische Bezeichnung Raja 
in Anwendung bringen, ohne hiemit das lebende Geschlecht im 
engeren Sinn ausschliesslich bezeichnen zu wollen. Das Ge- 
schlecht Z7rygon und manche andere können zur Vergleichung 
mit den fossilen Zähnen ebenso gut verwandt werden, wie die 
des Geschlechtes Raja im engeren Sinne. 
Bevor die Zähne der kleinzahnigen Gruppe. beschrieben 
werden, muss eine Verständigung über die Bezeichnung der 
Theile der Körner-Zähne vorausgeschickt werden, da dieselben 
von dem gewöhnlichen Zahnbau beträchtlich abweichen. 
Wir unterscheiden an ihnen zunächst die Basis (Wurzel) 
und die Krone. 
Die Wurzel oder Basis steht gegen die Unterseite des 
Zahns schief; der vordere Theil der Unterseite wird von der 
Wurzel nicht erreicht; dagegen ragt sie über die Hinterseite frei 
hinaus und spaltet sich in zwei Hörner. Die Basis ist bei 
fossilen Zähnen anders gefärbt als die Krone, meist heller. Bei 
lebenden getrockneten Exemplaren tritt die Wurzel nicht so 
augenfällig hervor, weil sie meist in der Maulhaut verborgen ist. 
Wenn der Zahn eine spitzige Gestalt annimmt und damit eine 
aufrechtere Stellung, so kommen die Wurzelhörnchen unter die 
Zahnkrone zu stehen und ragen nicht oder wenig hervor. 
Die Krone ist nach zwei Seiten hin abschüssig, nach 
hinten und nach vorn. Die beiden Seiten stossen annähernd in 
der Mitte zusammen und bilden hier einen First, der selten ge- 
radlinig, meist winklig gebogen ist. Der First ist meist kantig
	        

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