Full text : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 34, 1878)

Kiefers ihren Platz gehabt haben. Auch bei dieser Art lässt
sich die aufrecht stehende Zahnform, die mit Wahrscheinlichkeit
an der Spitze des Kiefers ihren Platz hatte, ausfindig machen
(Fig. 40). Die gesammte Gestalt spricht bestimmt für die Zusammengehörigkeit
 mit den mehr seitlich stehenden Zähnen, Fig. 41,
42. Alle drei Zähne haben ausser der gleichen sehr mässigen
Grösse von 0,01 m. eine gleichartig entwickelte Basis; sie
springt nach innen vor, aber immerhin nicht so stark wie bei
der vorhergehenden Art, ist jedoch kräftig und lässt nicht zu,
dass man sie mit den nur in der Grösse mit ihnen übereinkommenden
 Zähnen der Sphyrna serrata Münster zusammenbringt.
Von letzteren unterscheidet sie auch die Eigenschaft, dass der
Vorderrand keinen Ausschnitt zeigt, sondern in ziemlich gerader
Flucht ansteigt. Die Spitze und der Vorderrand sind schwach,
die Basis des Ausschnittes am Hinterrand grob gezähnelt. Der
Schmelz reicht auf der Aussenseite viel weiter herab, als auf der
innern, wodurch sie wieder von Sphyrna serrata sich unterscheiden,
 aber in guter Uebereinstimmung sich befinden mit den
andern von uns beschriebenen Prionodontenzähnen aus der Gruppe
der nach dem Typus von Glyphis gebildeten. Der Zahn Fig. 40
ist an seiner Spitze glatt und schneidend, ‚an der Basis lässt
sich eine schwache Zähnelung wahrnehmen. Die Zähne sind
etwas häufiger, als die der vorigen Art und hohl,
Schliesslich müssen wir noch eines leider zerbrochenen Zahns
Erwähnung thun, der wohl zu den seltensten der Molasse gehört.
Ein Bruch an seiner untern Seite lässt die innere Höhlung wahrnehmen.
 Diese Eigenschaft schliesst ihn von den Lamna-Zähnen
aus und weist ihn zu den Carchariiden. Die Spitze ist gerade
gestreckt, nicht schief nach hinten gerichtet, ein Anzeichen, dass
er vorn im Kiefer seinen Platz hatte; eine scharfe Schneide,
wie wir sie bei Prionodon ungulatus und armatus kennen
gelernt haben, zieht sich an beiden Seiten der schlanken Spitze
herunter, etwas tiefer, als bei den angeführten zwei Arten, aber
nicht bis zur Basis. Das auffallendste Merkmal des Zahns ist
jedoch eine Anschwellung ungefähr in seiner Mitte, soviel der
fragmentäre Zustand zu erkennen gestattet; sie erstreckt sich

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