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Entwicklung. Nicht so aber bei dem Exemplar, was ich Ihnen
hiemit vorlege, es betrifft dies eine Bildungsanomalie, welche
meines Wissens noch nicht beschrieben wurde, nämlich eine vorzeitige
Entwicklung der Fühler und der Vorderbeine in die
Puppenform, während der ganze übrige Körper noch gar kein
Zeichen zur Vorbereitung dieses Stadiums zeigt. Die Raupe war
bis vor 10 Tagen ganz normal, nahm ihre Nahrung in gewöhnlicher
Weise, und zeigte gutes Wachsthum. Damals bemerkte
ich, dass sie mehrmals vom Futter herabfiel, dass sie, wieder
darauf gesetzt, doch keine Nahrung mehr nahm, und ich hielt.
sie zuerst für krank. Allein bei näherer Untersuchung nach
einigen Tagen bemerkte ich, dass Kopf und Vorderbeine abnorme
Formen zeigten. Die letzteren waren stark verdickt, und steckten
mit ihrem Anfangstheil in einer unbeweglichen gelbbraunen
Chitinhülle, gleichsam in einer harten Puppenhaut. Aus dem
Vordertheil des Kopfs hatten sich 2 Fühler in der Länge von
etwa 2—3 Millimeter herausgehildet, welche ebenso unbeweglich
in einer harten Puppenhaut steckten, und ganz deutlich die
kammförmigen Zähne zeigten, wie sie den Fühlern des männlichen
Schmetterlings von Y. nigrum zukommen. Sei es nun,
dass die unbeweglich gewordenen Vorderfüsse das Festhalten des
Blatts und damit das Fressen und Weiterkriechen verhinderten,
sei es, dass die nach unten und seitwärts hervorragenden Fühler
die Annäherung des Kiefers an die Nahrung unmöglich machten,
genug, die Raupe hörte mit einemmale zu fressen auf, magerte
ab, und verfiel in den Zustand von Abmagerung und Schwäche,
in welchem sie jetzt von-Ihnen gesehen wird. Die Bewegungen
des Hinterleibs sind in träger Weise noch vorhanden, wenn man
die Raupe berührt. Das Exemplar wird unserer vaterländischen
Sammlung‘ einverleibt werden.
V. W. Hochstetter, K. Garteninspector in Tübingen,
veranstaltete zu Ehren der Generalversammlung eine Ausstellung
ausländischer Nutzpflanzen nebst ihren Produkten.
Die Seltenheit einer ebenso reichhaltigen als interessanter
Hs