STADTBAUKUNST
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ALTER UND NEUER ZEIT
nafsfchriff + Herausgegeben von
ıs Gurliff und Bruno Möhring
hriMeitung: Walter Lehwess * Bezugspreis: 15 M. vierteljährlich
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Jilmersdarf, Brabanterpl. 1. Fernspr.Uhland 356
Viederländischer Garten nach Vredeman de Vrieze um 1580
DER GEÖRDNETE GARTEN
Von HERMANN MUTHESIUS
Im Gegensatz zum’ Naturgebilde erfordert der
Garten als menschliche Leistung eine geordnete
Gestaltung. Es gibt für den Menschen nichts Unnatürlicheres
als eine Nachahmung der Natur. Jeder
zestaltenden Tätigkeit sind feste Gesetze zu Grunde
gelegt, die nirgends anders als im menschlichen
Gehirn liegen: Ordnung, Rhythmus, Proportion sind
die Grundpfeiler. Schon der ackerbautreibende Urbewohner
zog seine Furchen gerade, hegte seinen
Garten rechteckig ein. Gerade so wie der Mensch
die Räume seines Hauses geordnet, d. h. mit Vermeidung
von Zufälligkeiten baut, geradeso hat er
auch stets seinen Garten geordnet angelegt. Der
Garten ist in dieser Hinsicht ein Stück Architektur
wie der Hausbau, der Gärtner wirkt wie der Architekt
raumbildend. Der Unterschied zwischen den Räumen