Nekrolog
des
Dr. Friedrich v. Alberti,
Bergrath,
geb. zu Stuttgart am 4, September 1795,
gest. zu Heilbronn am 12. September 1878.
Von Professor Dr. Oscar Fraas.
Abgesehen von den Gefühlen der aufrichtigsten Verehrung,
die mir zu einem Nachruf an den Dahingeschiedenen die Feder
führen, halte ich es als Mitglied unseres vaterländischen Vereins für
Pflicht, öffentlich des Mannes zu gedenken, der über ein halbes
Jahrhundert hindurch seine volle Kraft eingesetzt hatte für die gedeihliche
Entwicklung der vaterländischen Gebirgskunde und dem
es noch dazu vorbehalten war, für sein Vaterland auch die goldenen
Früchte der Wissenschaft pflücken zu dürfen durch Schaffung
und Hebung der Württembergischen Salzindustrie. Es
spiegelt sich in dem vollen, reichen Menschenleben, das jetzt
vollendet vor uns liegt, gewissermassen die Geschichte des Landes
und die der Wissenschaft in einer Weise ab, dass ein Geschichtsschreiber
nothwendig beide in den innigsten Zusammenhang zu
bringen hat. Längst sind diese Begriffe wirklich auch zur öffentlichen
Meinung geworden, so dass ınan unwillkührlich bei der
Nennung von Alberti’s Namen an die schwäbischen Salinen
denkt oder beim Gebrauch des in der ganzen Welt eingebürgerten
Namens der „Trias“ Alberti’s Namen beifügt.
Nur zu schnell aber vergisst eino Zeit die verlassenen Anuschauungen
der vorangehenden Generation, ohne welche doch
kein Verständniss für Fortschritt und Entwicklung möglich ist.
Es scheint mir daher nothwendig, beim Rückblick auf Alberti’s