Volltext: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 38, 1882)

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Brust- und Afterflosse in 2 Haufen 52, auf der rechten zwischen
Bauch- und Afterflosse in einem Haufen 35 und unten am Bauch
vor der Bauchflosse 13 Egel. von 1—1%/, cm Länge festgesaugt.
Mehrere sind ohne Zweifel schon vorher abgefallen. Eine Verletzung
 der Haut war nicht zu erkennen und auch die Eingeweide
befanden sich in gesundem Zustand. Der Fischwasserbesitzer
hat schon seit vielen Jahren die Beobachtung gemacht, dass in
den Monaten April und Mai die Forellen von den Egeln heimgesucht
 werden und hat sogar zuweilen durch Egel entkräftete
Fische todt angetroffen. Er glaubt, dass beim Laichen vom November
 bis Februar die Egel Gelegenheit finden, sich an die
Forellen anzusetzen.
Ein ähnliches Vorkommen habe er auch an den Aeschen
(Thymallus vulgaris Nils.) nur etwas später in der Zeit beobachtet,
 was Dr. E. Schüz in Calw schon 1859 durch Einsenden
von Egeln auf einer todten Aesche aus der Nagold bewiesen
hat. Dieser Fischegel kommt übrigens auch an den karpfenartigen
 Fischen und selbst am Bitterling bei uns vor, jedoch
nach meiner Erfahrung immer einzeln. F, Krauss,
3. Rosalia alpina L.
Forstrath Freiherr von Hügel beschenkte die vaterländische
Sammlung mit 2 Buchenstämmen, der eine von Dicerca berolinensis
 F., der andere von Rosalia alpina IL. bewohnt. Beide
Stämme waren ca. 25—830 cm dick und ca. 2m lang, fast
ohne Rinde, aber mit ziemlich vielen Fluglöchern versehen.
Am 29. Juni schlüpfte aus dem Stamme ein sehr grosses, am
2. Juli ein sehr kleines und am 6. Juli ein etwas grösseres
Männchen von Rosalia. Beim Zerschlagen dieses Stammes
zeigten sich breite, unregelmässige Gänge, welche sich ziemlich
tief in den Stamm erstreckten und mit einer starken Krümmung
in die Fluglöcher ausmündeten. Das Innere das Stammes war
von Ameisen ziemlich zerfressen. Durch weiteres Zerspalten
kamen noch 4 vollkommen ausgebildete Männchen, 3 Weibchen

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