Full text: Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 43, 1887)

Bemerkungen über die geognostischen Verhältnisse 
des Schwarzwalds im allgemeinen und über Bohrun- 
gen nach Steinkohlen in demselben. 
Von Herrn H. Eck in Stuttgart. 
Bekanntlich sind seit dem Jahre 1829 am Ost- und Südrande 
des Schwarzwalds eine Anzahl von Bohrlöchern zur Aufsuchung von 
Steinkohlen gestossen worden, und zwar von der württembergischen 
bez. preussischen Regierung bei Buhlbach 1829—1834, bei Schramberg 
1834—1849, bei Dettingen 1854—1858, bei Dürrmenz-Mühlacker 
1854—1859, bei Dunningen 1861—1863, bei Oberndorf 1865—1874, 
von seiten einer schweizerischen Aktiengesellschaft 1875 bei Rhein- 
felden. 
Wie aus der Mitteilung des Königl. Bergrats! vom Juli 1850 
„über die bisherigen Versuche auf Steinkohlen in Württemberg“ hervor- 
geht, war für die Wahl von Buhlbach massgebend einerseits der Um- 
stand, dass hier nach v. ALBERTI'S? Beobachtung Thonsteine. an der 
Oberfläche verbreitet sind, welche als Begleiter des Kohlensandsteins 
von Berghaupten bei Gengenbach u. a. O0. bekannt waren, ander- 
seits das Vorkommen des „Kohlensandsteins“ in bedeutender Mächtig- 
keit im benachbarten Lierbachthale bei Allerheiligen. Die Wahl von 
Schramberg wurde dadurch veranlasst, dass v. ALBERTI* in der Nähe 
des dortigen Hammerwerks unmittelbar über Granit und unter einem 
grauwackeähnlichen, von grauem pflanzenführenden und rotem Schiefer- 
thon durchzogenen Gestein „eine dem Kohlensandstein verwandte 
* Württembergische Jahrbücher für vaterländ. Geschichte u. s. w., Jahrg. 
1849, H. 2; Stuttgart u. Tübingen 1851, S. 115 f. 
* Die Gebirge des Königreichs Würtemberg. Stuttgart u. Tübingen 1826, 8.18. 
* Beitrag zu einer Monographie des Bunten Sandsteins, Muschelkalks und 
Keupers u. s. w. Stuttgart u, Tübingen 1834. S. 18.
	        

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