Beitrag zur Kenntnis des Erdbebens vom 28, November
1886 abends etwa um 11 Uhr.
Abschnitt 1, 2a—g, 3 bearbeitet von Herrn H. Eck, Abschnitt 2h von Herrn
E. Hammer.
Hierzu Tafel V.
1. Zusammenstellung der Berichte.
Am 28. November 1886 erschütterte abends etwa um 11 Uhr
ein Erdbeben die Ostschweiz, einen Teil von Tyrol, Bayern, Oberschwaben
und des benachbarten Badens. Ihm gingen am 25. November
3 U. 30 M. und 4 U. 28 M. morgens und am 28. November
4 U. 50—59 M. morgens Erdstösse in einem Teile der Ostschweiz
voraus, welche vielleicht als Vorläufer des ersterwähnten grösseren
Bebens aufzufassen sind, und welche daher im Folgenden gleichfalls
Erwähnung gefunden haben. Die nachstehend zusammengestellten
Angaben sind, soweit sie sich auf württembergisches Gebiet beziehen,
meistens Berichte, welche auf hinausgesendete Fragebogen eingingen ;
die übrigen wurden aus denjenigen Zeitungen gesammelt, welche
dem Verfasser zugänglich waren. Obgleich diese letzteren Berichte
an Vollständigkeit viel zu wünschen lassen dürften und wohl in Mitteilungen
der schweizerischen und Karlsruher Erdbeben-Kommission
die erwünschte Ergänzung finden werden, schien es für das Verständnis
des Ereignisses nicht überflüssig, dieselben hier gleichfalls
beizufügen.
a. Schweiz.
Erdstösse am 25. November 3 U. 30 M. und 4 U. 28 M. morgens:
1) Pontresina. Am 25. Nov. um 3 U. 30 M. morgens wurde
in Pontresina ein starkes Erdbeben wahrgenommen, begleitet von
heftigem Rollen. Der Stoss ging von Ostsüdost nach Westnordwest.
Um 4 U. 28 M. morgens erfolgte ein wiederholter Stoss, infolge
dessen die Fenster klirrten und die Leute aus dem Schlafe geweckt
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