Volltext : Jahreshefte des Vereins für Vaterländische Naturkunde in Württemberg : zugl. Jahrbuch d. Staatlichen Museums für Naturkunde in Stuttgart (Bd. 47, 1891)

Ueber Triton virideseens.
Von Dr. Ernst Zeller.
Mit Tafel VII.

Triton viridescens scheint in Nordamerika eine sehr weite Verbreitung
 zu haben und sehr gemein zu sein. Meine Tiere, deren
Besitz ich der Güte und dem Eifer meiner geehrten Freunde, des
Herrn J. Scunzewsıss in New York und des Herrn R. JicgLE in Yonkers
 verdanke, stammen aus der Umgegend von New York und
von VYonkers.
Der Körper des Tieres ist schlank, ähnlich dem unseres Zrifon
taeniatus. Männchen und Weibchen sind ungefähr von gleicher
Grösse und ihre Länge beträgt für gewöhnlich 7—8 cm, doch’ gibt
es auch viel stattlichere Tiere, die 10, selbst 11 und 12 cm erreichen.
Die Grundfarbe der Oberseite ist braun in verschiedener
Nüancierung, die des Bauches helldottergelb. Über die ganze Oberfläche
 des Körpers mit Ausnahme der oberen Seite des Kopfes finden
sich zerstreut zahlreiche grössere oder kleinere rundliche Flecken
von schwärzlicher, am Rande mehr oder weniger verwaschener Farbe.
Besonders ausgezeichnet jedoch ist das Tier, Männchen wie Weibchen,
durch zwei Reihen zinnoberroter, von einem breiten schwarzen
Rande umsäumter rundlicher Tupfen, welche hinter dem Kopfe beginnen
 und seitlich von der Mittellinie über den Rücken hinziehen
bis zum Schwanze. Ihre Zahl ist eine wechselnde. Meist stehen
vier bis sechs in einer Reihe, die Zahl kann aber auch auf acht bis
neun steigen, und andererseits bis auf zwei reduziert sein. Selten
findet man noch eine zweite Gruppe unregelmässig zerstreuter solcher
Tupfen mehr dem Bauche zu, und noch seltener einige — bis zu
sechs — Tupfen auf der oberen Seite des Kopfes. welche letztere
dann in der Fortsetzung der erstgenannten seitlichen Tupfenreihen
jes Rückens liegen. — Die Haut ist feingekörnt.
Der Kopf ist verhältnismässig lang und die Schnauze stumpf
zugespitzt, besonders beim Männchen, noch mehr als dies bei unserem
            
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